Cécile B. Evans

AMOS' WORLD: Episode One


Freitag, 23. März 2018 bis Sonntag, 01. Juli 2018

Die amerikanisch-belgische Künstlerin Cécile B. Evans untersucht in ihren Arbeiten die Bedeutung und Rolle von Emotionen in gegenwärtigen Gesellschaften und beschäftigt sich mit dem zunehmenden Einfluss neuer Technologien auf unsere Gefühle und Handlungen. Für ihre Einzelausstellung im mumok hat sie ein architektonisches Setting entwickelt, in dem die Videoarbeit AMOS’ WORLD präsentiert wird.
AMOS’ WORLD ist als Fernsehserie konzipiert und spielt in einer gesellschaftlich fortschrittlichen Wohnsiedlung. Im Zentrum der einzelnen Episoden stehen der Architekt Amos und die Bewohner_innen einer von ihm erbauten Siedlung. Amos ist dabei genauso wie die Mieter_innen Teil der größeren Infrastruktur seines Gebäudes. Amos’ behagliche Position wird im Laufe der Zeit immer mehr von den Bewohner_innen geschwächt. Sie verhalten sich partout nicht so, wie es seiner Vision eines perfekten Zusammenwirkens von individuellem und kommunalem Geist im Zeitalter des Kapitalismus entspräche. Das Netzwerk erweist sich als löchrig, Machtstrukturen zerbröseln – eine negative Dynamik entwickelt sich. Es stellt sich daher die Frage, welchen Einfluss das Netzwerkzeitalter auf den Gegensatz zwischen den Rechten des Individuums und dessen Kontrollinstanzen ausübt.


Cécile B. Evans (*1983) lebt und arbeitet in London. Letzte Einzelausstellungen u. a. bei Castello di Rivoli (IT), Galerie Emanuel Layr, Wien (AT), Tate Liverpool (UK), Kunsthalle Aarhus (DK), M Museum Leuven (BE) und De Hallen Haarlem (NL). Ihre Arbeit war u. a. im Haus der Kunst (DE), im Mito Art Tower (JP), bei der Renaissance Society Chicago (US), auf der 7. Moscow International Biennale (RU), der 4. Ural Industrial Biennial (RU), in der Galerie Kamel Mennour (FR), dem Louisiana Museum of Modern Art, Copenhagen (DK), der 9. Berlin Biennale (DE), der 20. Sydney Biennale (AUS), der Fundació Joan Miró, Barcelona (ES) sowie im Musée d’Art Moderne de Paris (FR) zu sehen. Evans’ Werke finden sich u. a. in folgenden Sammlungen: The Museum of Modern Art, New York (US), The Rubell Family Collection, Miami (US), Whitney Museum of American Art (US), De Hallen Haarlem (NL), Castello di Rivoli, Turin (IT), Louisiana Museum of Modern Art, Copenhagen (DK) und FRAC Auvergne (FR).


Kuratiert von Marianne Dobner

Ausstellungstickets: € 12,– / 9,– / 8,–