Three Lives (1971) ist der einzige vollendete Film von Kate Millett und entstand in einer Zeit des Übergangs. Ihr erstes Buch, Sexual Politics (1970, dt. Sexus und Herrschaft, 1971), hatte sie quasi über Nacht zum Sprachrohr der feministischen Bewegung gemacht. Mit Three Lives versuchte sie, den Fokus auf ganz gewöhnliche Frauen zu lenken und sich selbst wieder als Künstlerin zu positionieren.
In der Einführung zum Screening betrachtet Sam Huber den Film im Zusammenhang mit Milletts Arbeit Terminal Piece (1972). Beide Arbeiten entstanden aus Milletts Erfahrungen in der New Yorker Avantgardekunstszene heraus und sind Ausdruck ihres Wunsches, nach dem Erfolg von Sexual Politics „Veränderung herbeizuführen“.