Donnerstag, 12. März 2026, 19 Uhr
mumok kino
Manthia Diawara
AI: African Intelligence
Manthia Diawaras jüngster Essayfilm AI: African Intelligence untersucht die Kontaktzonen zwischen afrikanischen Besitzergreifungsritualen, wie sie in traditionellen Fischerdörfern entlang der Atlantikküste Senegals praktiziert werden, und dem Aufkommen neuer technologischer Grenzbereiche, die unter dem Begriff „Künstliche Intelligenz“ gefasst werden. Vor dem Hintergrund des Zusammentreffens von Tradition und Moderne fragt Diawara, wie sich der Übergang von entkörperten Maschinen hin zu einer humaneren, spirituell fundierten Auseinandersetzung mit Algorithmen denken lässt. Könnte Afrika der Kontext sein, aus dem solche unwahrscheinlichen Algorithmen hervorgehen?
Programm
Manthia Diawara, AI: African Intelligence, 2022, 110 min
Vorgestellt von Manthia Diawara zusammen mit Jürgen Bock und Sabeth Buchmann
Manthia Diawara wurde im westafrikanischen Mali geboren. Er ist Distinguished Professor für vergleichende Literaturwissenschaften und Film an der New York University und hat umfassend zu Film und Literatur der Schwarzen Diaspora publiziert. Er ist Autor von We Won’t Budge: An African Exile in the World (2003), Black American Cinema: Aesthetics and Spectatorship (1993) und African Cinema: Politics and Culture (1992). Seine Essays zu Kunst, Kino und Politik erschienen unter anderem in The New York Times Magazine, LA Times, Libération, Mediapart, October und Artforum. Filme (Auswahl): Sembène: The Making of African Cinema (1994; Co-Regie mit Ngũgĩ wa Thiong’o), Rouch in Reverse (1995), Édouard Glissant: One World in Relation (2010).
Jürgen Bock arbeitet als Kurator, Schriftsteller und Produzent. Er ist Direktor des Maumaus Independent Study Program sowie des angeschlossenen Ausstellungsraums Lumiar Cité in Lissabon. Als Produzent arbeitete er mit Manthia Diawara an mehreren Filmen, darunter Negritude: A Dialogue between Wole Soyinka and Léopold Senghor (2015), AI: African Intelligence (2022) und Angela Davis: A World of Greater Freedom (2023).
Sabeth Buchmann (Berlin/Wien) ist Kunsthistorikerin und -kritikerin sowie Professorin für Kunstgeschichte der Moderne und Postmoderne an der Akademie der bildenden Künste Wien. Sie ist Mitherausgeberin von PoLyPen, einer Reihe zu Kunstkritik und politischer Theorie (b_books, Berlin) sowie Beiratsmitglied von Texte zur Kunst, der European Kunsthalle und dem documenta Institut in Kassel. Veröffentlichungen (Auswahl): Kunst als Infrastruktur (2023), Broken Relations: Infrastructure, Aesthetics, and Critique (2023, Mithg.), Putting Rehearsals to the Test: Practices of Rehearsal in Fine Arts, Film, Theater, Theory, and Politics (2016, Mithg.).
Am 13. März findet im mumok cinema ein Workshop mit Manthia Diawara und Jürgen Bock im Rahmen von Sabeth Buchmanns Seminar an der Akademie der bildenden Künste Wien statt.
Eine Zusammenarbeit mit der Akademie der bildenden Künste Wien und Lumiar Cité / Maumaus, Lissabon
Der Eintritt für das Programm im mumok kino ist frei, benötigt wird lediglich die Online-Anmeldung für ein Ticket.
Bitte beachten Sie, dass der Einlass nur mit einem vorab gebuchten, kostenlosen Ticket möglich ist, es gibt keine Abendkassa.