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We Are a Parasite on the Institution of Cinema, an Institution of Parasites

Erstes Filmfestival von Studio for Propositional Cinema


Mittwoch, 18. November 2015 bis Freitag, 20. November 2015
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Das in Düsseldorf ansässige Kollektiv Studio for Propositional Cinema veranstaltet das Filmfestival We Are a Parasite on the Institution of Cinema, an Institution of Parasites im mumok kino. Statt einer Abfolge von Filmvorführungen, lädt das Festival mit vielfältigen Projekten zu neuen Lesarten der Kunstform Film ein. Das von Heimo Zobernig mit dem Architekten Michael Walraff gestaltete mumok kino ist Mittelpunkt des dreitägigen Festivals und soll ebenso wie die thematischen Überbegriffe „Film“ und „Kino“ in seinen potenziellen Funktionen einer alternativen Rezeptionsweise unterzogen werden. Neben der Auseinandersetzung mit der räumlichen Gegebenheit des mumok kinos, geht es dabei um ein weiteres Ausloten intendierter sowie potenzieller Funktionsmöglichkeiten.

Studio for Propositional Cinema behauptet, „dass während die sprachliche Begrifflichkeit um das Kino erodiert, neue Möglichkeiten in jenen Räumen auftauchen, wo Sprache aufhört zu funktionieren“. Die Präsentationen umfassen Performances des amerikanischen Künstlers/Filmemachers Peter Miller, des in Berlin lebenden Duos Calla Henkel und Max Pitegoff die vor kurzem das Whitney Museum of American Art mit einer Performance bespielten, sowie des Kollektivs Feminist Land Art Retreat; ebenso ein Reenactment des Kölner Künstlerduos Henning Fehr und Philipp Rühr; ein Theaterstück in Form einer skulpturalen Installation der Künstlerin Sarah Kürten sowie ein Theaterstück von Keren Cytter und frühe Kurzfilme von Christopher Williams. Weiters findet die Weltpremiere von Alex Wissels und Jan Bonnys Film Single (2015) über den Single Club, Wissels bereits legendären Düsseldorfer Nachtclub als Sozialskulptur, statt. Der Film umfasst unter anderem Gastauftritte von Lars Eidinger, Peter Doig, Agipet Iljazi und Sibel Kekilli. Im Rahmen des Filmfestivals werden Plakate von Christopher Williams aus der mumok Editionsreihe erstmals im mumok erhältlich sein.

Studio for Propositional Cinema wurde 2013 mit einem öffentlichen Aufruf zur Handlung gegründet. Durch Sprache, Aktionen, Sounds und Bilder, Produktion, Publikations- und Ausstellungstätigkeit sowie mit den Mitteln der Fiktion versucht das Kollektiv, die Kultur von einem Netzwerk ideologischer Formationen hin zu einem Dialog hypothetischer Gesten neu zu konfigurieren.

Zur Ausstellung erscheint ein von Petra Hollenbach gestalteter Katalog im Verlag von A.P.E. Art Projects Era. 

Programm

Mittwoch, 18. November

18:00–19:00
Fulcrum Films, eine Performance von Peter Miller

19:00–20:00
Eine Performance von Calla Henkel & Max Pitegoff

20:00–21:00 
Show Real Drama, ein Theaterstück von Keren Cytter

Donnerstag, 19. November

12:00–18:00 
Intermission. A Charade in Two Short Acts, eine skulpturale Installation von Sarah Kürten

19:00–20:00 
Chasing the Scream: The First and Last Days of the War on Drugs, ein Reenactment von Henning Fehr und Philipp Rühr

21:00–22:00 
One Night Only, eine Performance von Feminist Land Art Retreat

Freitag, 20. November

10:00–14:00
One Film (Approximately 3.5 minutes in length) will be shown, rewound and shown again, frühe Super-8-Filme von Christopher Williams

15:00–16:00
Präsentation der Publikation We Are a Parastite on the Institution of Cinema, An Institution of Parasites, die in Keren Cytters Verlag A.P.E. Art Projects Era herausgegeben wurde, sowie aktuelle Veröffentlichungen der teilnehmenden Künstler_innen

18:00–22:00
Weltpremiere von Single, einem Film von Alex Wissel & Jan Bonny


Kuratiert von Barbara Rüdiger

  • In Kooperation mit
Eintritt frei