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mumok matinee

mdw meets mumok


Sonntag, 13. Dezember 2015, 11:00

Studierende von Heinz-Peter Linshalm und Petra Stump-Linshalm der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien spielen vor ausgewählten Werken din der Ausstellung Blühendes Gift. Zur feministischen Appropriation des österreichischen Unbewussten Kompositionen des 20. und 21. Jahrhunderts. 

Dialog kann auf sehr unterschiedliche Weise zustande kommen. Einige bemerkenswerte Spielarten des Kommunizierens stehen im Mittelpunkt der mumok matinee. Wie in der bildenden Kunst, gibt es auch in der Musik unterschiedliche Strategien. In Breathless –  am13. Dezember in der österreichischen Erstaufführung zu hören  – gerät Kommunikation zusehends wild und lässt uns atemlos zurück.

Nachdem sich zwei Flöten in der Komposition Masque über traditionelle japanische Musik und das Bunraku Theater, eine alte Form des japanischen Figurentheaters, ausgetauscht haben, präsentiert das mumok die Uraufführung von Velaco: 32  Atemzüge für zwei Bassklarinetten von Petra Stump-Linshalm.

Stockhausens Schlussduett aus seiner Herbstmusik ahmt die Geräusche der Natur nach. Laub und Regen werden direkt ins mumok getragen: „Gut zum Mitpfeifen“, meinte jedenfalls der Komponist. Ebenfalls in der Ausstellung Blühendes Gift. Zur feministischen Appropriation des österreichischen Unbewussten wird mit chuchoté zunächst geflüstert und gesäuselt.

Eduard Demetz findet für Flöte und Klarinette in Miniaturmodulen und kleinen Farbveränderungen eine Form der Kommunikation.

Giacinto Scelsi ist ein Komponist, dessen eigenwilliges Werk nicht in die zeitgenössischen Strömungen der Moderne passt. Zwei Sopransaxophone übersetzen seine in Notenschrift übertragenen Improvisation Ko-Lho. Den finalen Dialog zweier Instrumente übernimmt Le fils des étoiles von Erik Satie in einem Arrangement für Flöte und Harfe.

Programm 

Yann Robin (* 1974)

Breathless, 2011
Österreichische Erstaufführung
Sophie Breit, Fagott
Petra Stump-Linshalm, Kontrabassklarinette

Toru Takemitsu (1930-1996)

Masque Continu-Incidental-Incidental II, 1959
Mana Watanabe, Flöte
Aoi Nishimura, Flöte

Petra Stump-Linshalm (* 1974)

Velaco, 2015
Uraufführung
Magdalena Moser, Bassklarinette
Heinz-Peter Linshalm, Bassklarinette

Karlheinz Stockhausen (1928–2007)

Laub und Regen, 1974
Version für Klarinette und Bassetthorn
Anna Niedermühlbichler, Klarinette
Verena Trockenbacher, Bassetthorn

Eduard Demetz (* 1958)

chuchoté,  2012
Magdalena Moser, Bassklarinette
Annabel Opelt, Paetzold Bassflöte

Giacinto Scelsi (1905–1988)

Ko-Lho, 1966
Version für zwei Sopransaxophone
Franz Kienzl, Sopransaxophon
Benedek Gaspar, Sopransaxophon

Erik Satie (1842–1903)

Le fils des étoiles, prélude du 1er acte la vocation“, 1891
(arrangiert von T. Takemitsu)
Lilja Steininger, Flöte
Luise Adler, Harfe

Teilnahme frei mit Ausstellungsticket

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