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Audioguide
Prolog Terminal Piece

Audioguide | Prolog Terminal Piece

Der Prolog auf Ebene 0 ist Anfang und Ende der Ausstellung Terminal Piece. Die Bühnenbildnerin Anna Viebrock hat hier nicht nur Räume für Werke aus der mumok-Sammlung geschaffen, sondern Räume für Menschen: ein Arbeitszimmer, eine Kirche, ein Wohnzimmer, einen Keller. Viele der Kunstwerke lagen jahrzehntelang im Depot, jetzt treten sie wieder auf. Diese Audiotour begleitet Sie durch eine Auswahl davon und lädt Sie ein, nicht nur die Kunst genauer zu betrachten, sondern auch zu beobachten, wie Sie sehen.


            
                Ausstellungsraum mit holzverkleidetem Boden und mehreren bankähnlichen Sitzreihen, an den Wänden hängen Fotografien und großformatige schwarz-weiße Bildarbeiten.

Intro

Mit dieser Audiotour werden Sie durch eine vielseitige Auswahl ganz besonderer Werke aus unserer neuen Sammlungspräsentation begleitet. Halten Sie sich rechts, und bewegen Sie sich gegen den Uhrzeigersinn.

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                Wandnische mit beleuchteter Vitrine, die eine skulpturale vogelähnliche Form mit ausgebreiteten Flügeln und kleinere Objekte auf einem Sockel zeigt; rechts daneben hängen zwei gerahmte Fotografien.

Arbeitszimmer

Paul Theks erstes „work in progress“. Der Ausstellungsraum wurde zugleich zum Atelier. Produktion und Präsentation, sonst getrennt, fielen hier zusammen. Und eine Frage, die er damit stellte: Wann genau ist ein Kunstwerk eigentlich „fertig“? 

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                Rauminstallation mit mehreren bankartigen Sitzreihen auf Holzboden, großformatigen Schwarz-Weiß-Fotografien an den oberen Wänden

Kirche

Verweilen Sie kurz bei den Werken. Wirken sie spannend oder sogar unheimlich? Spitzen Sie Ihre Ohren, schauen Sie noch einmal genauer. Einige der Kunstwerke haben eine humorvolle Seite. Dazu gehören die stürzenden Möbel und Menschen in den Fotografien der Blumes oder auch Degenhardts Kerzen.

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                Weißer Ausstellungsraum mit drei Vitrinen, die unterschiedliche Objekte präsentieren

Korridor 1

In die Ausstellungswand eingelassen, finden Sie drei Vitrinen mit kleineren, empfindlichen Kunstwerken. Die erste öffnet zugleich den Blick in den nächsten Raum. Rechts im Glaskasten sehen Sie ein Wandobjekt des belgischen Künstlers Marcel Broodthaers, mittig einen kleinen Bleiguss: Bruno Gironcolis Handwerker bei der Arbeit.

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                Ausstellungsansicht mit einer großformatigen Bildarbeit, die eine Straßenoberfläche mit gelben Fahrbahnmarkierungen zeigt; darunter und seitlich befinden sich gerahmte Fotografien und Dokumente an einer zweifarbigen Wand.

Saal

Der Raum öffnet sich weit und macht sich als Museum erkennbar – neutrales Licht und hohe Decken. Ein großes Wandobjekt zeigt eine Straßenecke, im Maßstab eins zu eins. Was wie eine Fotografie wirkt, ist tatsächlich ein Abdruck – ein echter Bordstein, nachgebildet in bemaltem Fiberglas.

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                Dunkler Ausstellungsraum mit gerahmten Tafeln an den Wänden

Keller

Wie ein roter Faden ziehen sich poster-große, gerahmte Pigmentdrucke durch den dunklen, düster wirkenden Raum. Das ist Firearms von Lutz Bacher aus 2019. Die Künstlerin hat die Seiten aus einem Handbuch zur Reparatur und Wartung von Schusswaffen reproduziert und stark vergrößert.

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                Ausstellungsinstallation auf einem erhöhten Parkettboden mit Vitrine, mehreren Stühlen, einer transparenten Skulptur und kleinformatigen Wandarbeiten

Wohnzimmer

Eine Wand, die auffällig niedrig ist, mit einer Tür, durch die man nicht gehen kann. Das Fischgrät-Parkett setzt sich wie ein Podium mit einer Stufe vom grauen Terrazzo-Boden ab. Was sind die Assoziationen? Denken Sie an Ihre eigenen vier Wände? 

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                Ausstellungsansicht mit einer gepolsterten roten Tür, einer langen Holzbank und einer dicht gehängten Gruppe gerahmter Fotografien

Saal

Zurück im Saal: Dort ist, lebensgroß und im Profil, ein sitzender Mann – gedruckt auf eine spiegelnde Oberfläche. Das ist Sitzender Mann im Hemd von Michelangelo Pistoletto aus 1993, Teil seiner bekannten Serie von Spiegelarbeiten.

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                Hellgrüner Korridor mit zwei langen verglasten Wandöffnungen, durch die eine Reihe gerahmter Schwarz-Weiß-Fotografien in einem benachbarten Ausstellungsraum sichtbar ist

Korridor 2

Sie stehen jetzt im hinteren Korridor des Prologs. Zu Anfang liegt Anna Viebrocks Arbeitsbuch zu Doktor Faust: Notizen, Bilder, Kommentare, Eindrücke und Begegnungen rund um das Werk. In der Flucht des Korridors hängt eine Serie von 25 Porträtaufnahmen, die Rudolf Schwarzkogler zeigen. 

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                Hellgrüner Ausstellungsraum mit einer großformatigen collageartigen Bildarbeit

Raum

In vertikalen Streifen arrangiert Allan Kaprow Fundstücke, Alltagsmaterialien und Fragmente seiner eigenen, zerschnittenen Gemälde. Richard Hamilton und Dieter Roths Interfaces hingegen besteht aus drei beweglichen Paneelen. Die beiden Künstler arbeiteten immer wieder zusammen. Wer, was genau machte, war dabei unwichtig. Sie teilten die Autorenschaft.

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                Ausstellungsbereich mit einem dunklen Schreibtisch, Schreibtischlampe und Drehstuhl

Arbeitszimmer

Auf der Ecke des Schreibtischs präsentiert sich uns ein schwarzer Würfel. Er scheint beiläufig dort platziert. Der lackierte Holzwürfel ist das Kunstwerk Ohne Titel von Sol LeWitt, 1963. 

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                Dunkler Raum mit einer langen Reihe aufgestellter Holzstühle hinter einer hohen Gitterstruktur

Outro

Im vierten Stock erwartet Sie Terminal Piece – das Kunstwerk, das dieser ganzen Ausstellung ihren Namen gibt. Geschaffen von Kate Millett, Künstlerin, Aktivistin und Autorin. Es ist der jüngste Neuzugang unserer Sammlung – und trifft eine Aussage, die auch für diesen Prolog gilt: Ein Kunstwerk wird erst durch Sie vollständig. Durch Ihre Anwesenheit als Betrachterin, als Betrachter.

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Texte
Luciano Pecoits

Übersetzung
Bryony Dawson

Sprecherinnen
Bryony Dawson
Marie-Claire Gagnon

Tonregie, Schnitt und Produktion
Robert Schwarz

Fotos
Ausstellungsansicht
Terminal Piece
Foto: kunst-dokumentation.com / Manuel Carreon Lopez