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Konstellationen

Sammeln für ein neues Jahrhundert


Freitag, 05. März 2010 bis Sonntag, 06. Juni 2010

Die Ausstellung dokumentierte auf eindrucksvolle Weise die Sammlungstätigkeit des MUMOK  von 2002 bis 2009. Präsentiert wurden vor allem Werke, die noch nie oder seit längerer Zeit nicht zu sehen waren.

Das Zentrum der Ausstellung bildeet eine Auswahl fotografischer Zyklen zum Thema 'Museum und Ausstellung' – ein Sammlungsschwerpunkt des MUMOK – mit unterschiedlichsten thematischen Annäherungen (Thomas Struth, Candida Höfer, Kaucyila Brooke, Manfred Grübl, Margherita Spiluttini).

Anfang und Ende des Ausstellungsrundgangs bildete ein kunsthistorisches Schlüsselwerk des Nouveau Réalisme, der Koffer von Daniel Spoerri, der Werke aller Künstler des Nouveau Réalisme umfasst. Alle drei Wochen wurden der Präsentation Werke entnommen und neue hinzugefügt, – so ergaben sich immer neue Konstellationen, die Einzelwerke und Werkgruppen in einem zwanglosen Dialog überlappend verbanden, Atmosphären schufen und Zusammenhänge aufzeigten, die nur bedingt einer kunsthistorischen Logik folgen.

Dokumentarische Aktionsfotografie (Günter Brus, Hermann Nitsch, Otto Muehl) ging in inszenierte Fotografie surrealer Körperaktionen im Raum über (Markus Schinwald), die wiederum zu von Modellen ausgehenden fotografischen Rauminszenierungen (Alexandra Ranner, Lois Renner) überleiteten, einem speziellen Sammlungsthema des MUMOK.

Im daran anschließenden Bereich mischten sich Werke der klassischen Minimal- und Konzeptkunst (Carl Andre, Sol LeWitt, Gottfried Bechtold, Robert Morris, Christo), mit jüngeren Positionen (Gerold Tagwerker, Plamen Dejanoff, Klaus Mosettig) und mit streng komponierten reduktionistischen Großfotografien (Jörg Sasse, Elger Esser, Frank Thil, Robert Frank, Andreas Gursky).

Im Bereich diskursiver, medien- und raumbezogener Malerei wechselten sich klassische Positionen (Richard Paul Lohse, Hans Bischoffshausen, Leo Putz) mit analytischen und konzeptuellen Malereien der jüngereren Generationen ab (Heimo Zobernig, Peter Kogler, Esther Stocker, Thomas Locher, Markus Geiger). Eine Skulpturengruppe von Franz West stand im materiellen Dialog mit einer Decollage von Raymond Hains, einer Collage von Wolf Vostell und der von der Street Art beeinflussten Malerei von Josh Smith.


Kuratiert von Edelbert Köb