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Bunte Vielfalt als Protest

Gespräche zur modernen Kunst


Donnerstag, 11. April 2019, 18:00 bis 19:30

Dekoratives finden wir eher selten im Museum, sondern im traditionellen Kunsthandwerk oder im häuslichen Bereich. Die Künstler_innen der Pattern-and-Decoration-Bewegung im Amerika der 1970er-Jahre hinterfragen konservative Vorstellungen von Kunst und bringen neben Motiven aus allen Kulturen der Welt auch politische Fragen ein: Den Stellenwert von Frauen, der amerikanischen Ureinwohner_innen oder von ethnischen Minderheiten im globalen Kunstbetrieb. Pattern and Decoration, eine der großen Wiederentdeckungen der Kunstgeschichte, bildet damit einen Gegenentwurf zu einem männlich dominierten und von Werten der westlichen Industriestaaten bestimmten Kunstbegriff: mit Werken, die Sinnlichkeit, Fantasie und Farbe feiern und in denen gleichermaßen sozialkritische Inhalte und das Erlebnis unmittelbarer Lebensfreude transportiert werden. Themen, die auch heute nichts von ihrer Brisanz verloren haben.


Mit Wolfgang Schneider

€ 15,– inklusive Eintritt ins Museum

Über die Ausstellung