22. Mai bis 18. Juni 2026
Tolia Curriculum
Tolia Curriculum ist ein von der georgischen Künstlerin Tolia Astakhishvili entwickeltes Programm, das sich als tägliche Abfolge von Workshops, Vorträgen, Lesungen, Filmvorführungen und partizipativen Formaten für Kinder und Erwachsene entfaltet. In Vorbereitung auf ihre bisher größte Ausstellung, Figure of the Child, entwickelt Astakhishvili ihre Arbeit vor Ort und macht dabei die Produktions- und Aufbauphase für die Öffentlichkeit zugänglich.
Dafür zieht sie ihre engsten Kollaborateur*innen heran und macht eine Praxis sichtbar, die auf Austausch, Dialog und geteilter Urheberschaft gründet. Zu den Beitragenden zählen unter anderem die Künstler*innen James Richards und Veronica Brovall, die Autor*innen und Forscher*innen Livia Polanyi und Kristian Vistrup Madsen, die Dichterin Liesl Ujvary sowie der Architekt des mumok, Laurids Ortner.
Tolia Curriculum verwandelt das Museum in einen Ort kontinuierlicher künstlerischer Produktion, statt eines Raums für abgeschlossene, fertige Präsentationen, und lädt Besucher*innen dazu ein, sich mit der Ausstellung auseinanderzusetzen, während sie noch im Entstehen begriffen ist – zum ersten Mal in der Geschichte des mumok.
Tolia Astakhishvili (* 1974, Tiflis, Georgien) lebt und arbeitet in Berlin und Tiflis. Zu ihren jüngsten Einzelausstellungen zählen to love and devour in der Nicoletta Fiorucci Foundation Venedig (2025), between father and mother im SculptureCenter, New York (2024), The First Finger (chapter II) im Haus am Waldsee, Berlin (2023) sowie The First Finger im Bonner Kunstverein, Bonn (2023). Ihre Arbeiten waren in zahlreichen Gruppenausstellungen zu sehen, zuletzt im MoMA PS1, New York (2025), in der Fondation Pernod Ricard, Paris (2025) und im Museo de Arte Contemporáneo de Roma, Rom (2024).
Tolia Astakhishvili, Tolia Curriculum, 2026, courtesy of the artist
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