Claudia Pagès Rabal (*1990 in Barcelona) ist bildende Künstlerin und Schriftstellerin. In ihren Videoinstallationen, Performances, Skulpturen und Zeichnungen bezieht sie sich häufig auf Themen wie die Geschichte der Iberischen Halbinsel, globale Migrationsbewegungen, territoriale Aneignung oder auf die kulturelle Vielfalt und Durchmischung der Mittelmeerregion. In der Ausstellung Feudal Holes im mumok setzt Claudia Pagès Rabal eine langjährige Recherche über die Seidenstraße fort. Die Ausstellung führt die Besucher*innen zu den Ruinen eines Wehrturms in der sogenannten Hispanischen Mark, einer Pufferzone zwischen den europäischen Streitkräften und al-Andalus. Mit Drohnen und 360°-Kameras erkundet die Künstlerin die Politiken von Vertikalität, Begrenzungen und der Konstruktion des „Anderen“. Ihre Videoskulpturen fungieren als Zeitmaschinen, in denen Zeit und Raum in eins fallen. Die entsprechenden sozialen Verflechtungen und Widersprüche dieser Region haben einen nachhaltigen Einfluss auf den Mittelmeerraum und seine anhaltende koloniale Gewalt. Neben den Darstellungen militärischer Ruinen präsentiert die Künstlerin eine Reihe von Zeichnungen, die das Ortungssystem von Forensic Architecture dokumentieren, mit dem die Reisen der Schiffe der Freedom Flotilla Coalition verfolgt wurden, die 2025 versuchten, Gaza zu erreichen.
Claudia Pagès Rabals Installation Feudal Holes ist eine Weiterentwicklung von Five Defence Towers, einer Ausstellung, die Anfang 2025 in der Londoner Chisenhale Gallery gezeigt wurde. Der begleitende Katalog – eine Koproduktion zwischen mumok und Chisenhale Gallery – dokumentiert beide Stationen.
Martí Manen ist Direktor von Index – The Swedish Contemporary Art Foundation. Außerdem leitet Manen das CuratorLab, einen Kurator*innenkurs an der Konstfack-Universität in Stockholm. Er kuratierte Ausstellungen in zahlreichen Institutionen wie dem Museo de Historia Natural, Mexiko City; für AARA – About Art Related Activities, Bangkok; Sala Rekalde, Bilbao; Konsthall C, Stockholm; CA2, Madrid sowie die Fundació Joan Miró, Barcelona. Manen zeichnete zudem als Kurator für den spanischen Pavillon auf der 56. Biennale von Venedig 2015 verantwortlich sowie für die MOMENTUM10 Biennale in Moss, Norwegen (2019). In den 1990er-Jahren gestaltete er fünf Jahre lang Ausstellungen in einem Zimmer seiner Studierendenwohnung in Barcelona. Marti Manen hat eine Reihe von Büchern veröffentlicht, darunter Salir de la exposición (Die Ausstellung verlassen, Consonni), Contarlo todo sin saber cómo (Alles erzählen, ohne zu wissen wie, CA2M) und When Lines Are Time (Wenn Linien Zeit sind, Fundació Joan Miró). Er ist Mitautor von Büchern wie An Art Center (mit David Armengol) und Las Disidencias (mit Raisa Maudit).