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Koloniale Spuren – was wir in Kunst (nicht) sehen
Schulworkshop
Beim Gestalten von Fotomontagen und im interaktiven Ausstellungsbesuch hinterfragen die Schüler*innen ihren Blick. Sie erleben, wie Bilder Realitäten verzerren oder unsichtbar machen.
Nach dem Vorbild von Lisl Pongers Werken werden persönliche Fotos von Objekten mithilfe von Fotomontage-Techniken mit Kunstwerken kombiniert. Dabei wird gemeinsam überlegt, was passiert, wenn durch Kunst Kulturen verfremdet werden – und was damit tatsächlich erzählt wird.
Dieser Prozess wird durch den Ausstellungsbesuch vertieft, der die Schicksale kultureller Objekte zeigt – Objekte, die durch Kolonialmächte geraubt wurden und deren Herkunftsgesellschaften bis heute um Rückgabe und Anerkennung kämpfen.
Zum Abschluss werden in einem gemeinsamen Gespräch die Geschichten hinter den Objekten der Schüler*innen besprochen. So entsteht ein Dialog über sichtbare und unsichtbare kulturelle Bedeutungen – und wie man Platz für andere Perspektiven schaffen kann.
Wichtiger Hinweis für Pädagog*innen:
- Damit der Workshop rundum gut gelingt, brauchen wir bitte Ihre Unterstützung: Schicken Sie uns vorab Fotos von Objekten aus dem schulischen Kontext, die für Ihre Schüler*innen bedeutsam sind. Dafür erhalten Sie nach der Buchung ein Formular, in das Sie bitte gesammelt alle Fotos einfügen und uns spätestens eine Woche vor dem Workshop via kunstvermittlung@mumok.at übermitteln.
- Die Schüler*innen arbeiten in Dreier- oder Vierergruppen und nominieren gemeinsam ein Objekt. Erlaubt sind alle Gegenstände des Schulalltags – von Schultaschen, Hauben oder Matheheften bis zur Schuluhr. Ausgenommen sind digitale Geräte wie Laptops oder Handys. Das Objekt soll nämlich eine besondere Bedeutung tragen – etwa eine Erinnerung an eine Person, ein Ereignis oder eine Freundschaft. Die Schüler*innen sollen bereit sein, diese Bedeutung teilweise in der Gruppe zu teilen, dürfen jedoch vorab nichts mit der Klasse oder anderen Schüler*innen dazu austauschen. - Weil sonst der gewünschte Lerneffekt verloren geht. Das ausgewählte Foto wird im Workshop bearbeitet und der Gruppe gezeigt.
Ablauf
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Kontakt: kunstvermittlung@mumok.at
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