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5. Dezember 2026 bis 30. Mai 2027

Verena Paravel: Exuviae

Verena Paravel

Exuviae ist die erste große Ausstellung, die dem Werk der französischen Künstlerin, Anthropologin und Filmemacherin Verena Paravel gewidmet ist. Ausgehend von ihrem übergreifenden Forschungsprojekt Cosmofonia beschäftigt sich die Ausstellung mit den unhörbaren Klängen und Stimmen des Planeten: Infraschallschwingungen, akustischen Austauschprozessen zwischen den Arten sowie hörbaren Spuren ökologischer Transformation und ökologischen Überlebens. 

Diese Schwingungsregister liegen jenseits der Schwelle des menschlichen Hörvermögens und sind der Wissenschaft noch weitgehend unbekannt. Paravel nähert sich ihnen durch experimentelle Klangpraktiken und unkonventionelle Bildgebungsverfahren – geleitet von ihrem Interesse an einem „Sehen mit den Ohren“. Paravels jüngste Filmarbeit Strata (2026) bildet den Kern der Ausstellung. Darin macht sie das ungehörte und ungesehene Leben in und um Stromboli an der sizilianischen Küste – einem der aktivsten Vulkane der Erde – wahrnehmbar.

Die monumentale Videoprojektion und das begleitende Klangenvironment eröffnen eine einzigartige filmische Form, die Tieren, Pflanzen und Ökosystemen Aufmerksamkeit schenkt und Menschen als Mittelpunkt der Wahrnehmung verdrängt. Im Nebenraum werden in Echtzeit die Geräusche von Larven hörbar, die sich durch einen ausgestopften Pfau fressen.

Eine Exuvie ist das, was ein Körper hinterlässt, wenn er sich häutet: eine leere Hülle, die exakt die Form dessen bewahrt, was in ihr gelebt hat. Das Wort stammt vom lateinischen exuere, was so viel wie abstreifen oder ablegen bedeutet. Es bezeichnet einen Zustand und nicht ein Ereignis – ein Leben, das aus Häutungen besteht. Im Französischen bezieht sich das Wort für Häutung, mue, auch auf den Stimmbruch. Die Ausstellung Exuviae ist durchwegs ein Erlebnis der Stimmen und des Hörens.
Verena Paravel (* 1971 in Neuchâtel, Schweiz) lebt und arbeitet in Paris. 

Kuratiert von Fatima Hellberg, Lukas Flygare und Naoko Kaltschmidt

Downloadbereich

Katharina Murschetz
T:+43-1-525 00-1400
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katharina.murschetz@mumok.at


Katharina Kober
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katharina.kober@mumok.at

Veröffentlicht am 9. Jänner 2026