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Aufgrund von Umbauarbeiten sind nicht alle Ausstellungsebenen zugänglich. Die genauen Informationen zu den laufenden Ausstellungen und Eintrittspreisen finden Sie hier.
Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag

10 bis 18 Uhr




Detail

Rainer, Arnulf
Übermalung violett
1961
© mumok
Objektbeschreibung Öl, Ölkreide auf Leinwand
Objektkategorie Skulptur
Maße
Objektmaß: Höhe: 200 cm, Breite: 80,3 cm
Rahmenmaß: Höhe: 212 cm, Breite: 92,3 cm, Tiefe: 6,5 cm
Gewicht: Gewicht: 30 kg
Erwerbungsjahr 1983
Inventarnummer B 613/0
Creditline mumok - Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, Leihgabe der Artothek des Bundes
Rechteverweis Rainer, Arnulf
Weitere Informationen zur Person Rainer, Arnulf [GND]
Literatur Wien. Kunst und Architektur
Museum der Wünsche
Das Neue Österreich. Die Ausstellung zum Staatsvertragsjubiläum 1955/2005

Die ewige Empfindung des Fragmentarischen, Halben und Unfertigen angesichts eigener Arbeiten, führt Arnulf Rainer 1954 erstmals dazu, seine Werke zu übermalen. Nur bereits Sichtbares lässt ihn zum Maler werden. Die Farbe wird nach und nach auf das Zugrundeliegende aufgetragen, es wird gleichsam durch eine verdichtete und undurchlässige Farbschicht ausgelöscht. Was unter der Zumalung verborgen ist, wird dem Blick des Betrachters entzogen, nur der Titel „Übermalung Violett“, der sich auf den Erscheinungscharakter der Oberfläche bezieht, verweist auf das Darunterliegende, erinnert daran, dass übermalt wurde. Auch der ausgesparte Rest der weiß grundierten Leinwand zeugt von der Existenz des dahinterliegenden Bildraums, ohne freilich zu zeigen, was im Übrigen zugedeckt worden ist. Die stetige Widerrufung und Korrektur, das gestaltende Tun bis fast zur gänzlichen Verdunklung führt zu kontemplativen Bildzuständen. Indem alles Unbeständige, Detailhafte und Unruhige ausgelöscht wird, entsteht im Bild allmählich das große Schweigen. Rainer stellt die gestaltenden Prinzipien der Malerei auf den Kopf, treibt sie an ihre Grenzen, ohne diese jedoch zu überschreiten. Er tritt in einen Dialog mit dem Davor, das zwar nicht sichtbar, aber immer spürbar bleibt. „Das ist sozusagen eine negative Theologie, es wird etwas gesucht, das man nur durch negative Definition irgendwie erfassen kann.“