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Detail

Brecht, George
The Book of the Tumbler on Fire, Volume I, Chapter VIII, Page 3, Footnote 19, 1969
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Objektkategorie Allgemein
Objektbeschreibung Stuhl mit Regenschirm und Warnlampe
Maße
Objektmaß: Höhe: 115 cm, Breite: 85 cm, Tiefe: 110 cm
Detailmaß: Höhe: 83 cm, Breite: 44 cm, Tiefe: 43 cm, Höhe: 4 cm, Breite: 102,7 cm, Tiefe: 18 cm, Höhe: 14 cm, Breite: 26,5 cm, Tiefe: 25,7 cm
Inventarnummer P 111/0
Erwerbungsjahr 1978
Creditline mumok - Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, ehemals Sammlung Hahn, Köln
Rechteverweis Bildrecht, Wien
Weitere Infos ULAN, GND

Ein Holzsessel, darauf eine Lampe und ein Regenschirm. Und das alles ist: „The Book of the Tumbler on Fire, Volume I, Chapter VIII, Page 3, Footnote 19“. So weit, so rätselhaft. Der Künstler George Brecht präsentierte sein „Book of the Tumbler on Fire“ erstmals 1965 in New York. In den Räumen der Fischbach Gallery stellte er Objekte zusammen, die in ihrer Kombination keine Geschichte nacherzählen. Sie wirken wie unerklärliche Zusammenkünfte, wie Geheimtreffen der Dinge, die sich tuschelnd in konspirativen Zirkeln zueinander gesellen. Oder sind es Requisiten einer Performance, die man gerade verpasst hat? Oder die Versuchsanordnung eines Experiments – und uns fehlt nur noch die Schritt-für-Schritt-Anleitung? Die Dinge, die der Künstler hier zu Installationen zusammenfügt, bleiben verwirrend, und die Titel der jeweiligen Arbeiten helfen nicht bei der Enträtselung. Denn Brecht ersetzt die traditionellen Werkbegriffe, sei es nun Bild oder Skulptur, durch Begriffe aus der Literatur. Er erklärt sein gesamtes künstlerisches Werk zu einem „Buch“. So entsprechen die Installationen aus den verschiedensten Materialien den Bänden und Kapiteln seines Buches, sind Seiten und Fußnoten seiner persönlichen Projekte. Über ein Jahrzehnt arbeitete er an seinem „Buch“ weiter, fügte mit jedem neuen Werk eine neue Seite dazu. George Brecht ist in vielerlei Hinsicht ein unkonventioneller Künstler. Jahrelang arbeitete er als Chemiker für die Industrie. Besuchte aber gleichzeitig 1958/’59 den Kurs „Experimental Composition“, experimentelles Komponieren, bei John Cage in New York. Er nahm aktiv und prägend an Fluxus-Aktionen teil und war Mitinitiator des legendären YAM-Festivals. Das einjährige Festival startete im Mai 1962 und fand in New York und auf einer Farm statt. Daran beteiligten sich Künstler wie Allan Kaprow, La Monte Young, Wolf Vostell und Dick Higgins.