SUCHE

Das mumok ist bis 6. Juni 2024 wegen Sanierungsarbeiten geschlossen.

Alle Informationen zum Sanierungsprojekt und zu unserem Alternativprogramm finden Sie hier.

Detail

Mangold, Robert
Plus Minus Painting, 1982
© mumok
Objektkategorie Allgemein
Objektbeschreibung Acryl auf Molino, Aluminium
Maße
Objektmaß: Höhe: 152,5 cm, Breite: 64 cm, Tiefe: 4 cm, Höhe: 13,5 cm, Breite: 153 cm, Tiefe: 4 cm, Höhe: 153 cm, Breite: 38,5 cm, Tiefe: 4 cm, Höhe: 0,5 cm, Breite: 172,7 cm, Tiefe: 3,7 cm
Gesamtmaß: Höhe: 304 cm, Breite: 323 cm, Tiefe: 4 cm
Inventarnummer B 656/0
Erwerbungsjahr 1985
Creditline mumok - Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien
Rechteverweis Bildrecht, Wien
Weitere Infos GND

Während viele Künstlerinnen und Künstler der Minimal Art sich von der Malerei abwandten, bekannte sich der US-Amerikaner Robert Mangold offen zu ihr: „Es gab einen Punkt um 1964, als alle die Malerei für tot erklärten. Die Skulptur schien ein viel spannenderer Bereich zu sein. Ich kam aber zu der Überzeugung, dass die flache Ebene an der Wand das war, das ich wirklich behandeln wollte“, so Mangold. Was Robert Mangold also interessierte, war das Gemälde als Fläche an der Wand, wobei er die Wand als integralen Bestandteil des Werks begriff und in die Konstruktion mit einband. Durchgehendes Merkmal seines Gesamtwerkes ist die Shaped Canvas, die geformte Leinwand, die es ihm ermöglichte, Arbeiten zu schaffen, die beides sein können: sowohl Malerei als auch Objekt. Beim Plus Minus Painting von 1982 werden drei farbige Bildelemente von unterschiedlicher Breite und ein Metallstab zu einer Kreuzform verbunden. Das Kreuz- oder Pluszeichen tritt durch den Metallstab, ansonsten durch die gemalten Linien auf der Leinwand hervor. Diese Linien bilden ein Gerüst, das die Farbflächen der Leinwände in kleinere Segmente teilt, aber auch die weiße Wand darum. Über die einzelnen Elemente hinaus greift das Werk aus auf die Wand des Ausstellungsraumes und verschmilzt untrennbar mit ihr zu einem Gesamtbild. Mangolds geometrische Abstraktion beruht auf einem genau kalkulierten Ausloten der bildbestimmenden Elemente Farbe und Fläche, Linie und Form. Diese Fertigkeit hatte der Künstler vor allem bei Piet Mondrian beobachtet, den er zutiefst bewunderte. So gesehen kann die Arbeit Plus Minus Painting auch als Hommage an den Mitbegründer des De Stijl gelesen werden, der bereits Anfang des 20. Jahrhunderts Bildkompositionen schuf, die auf dem Verhältnis von waagrechten und senkrechten Linien basieren.