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Detail

Schapiro, Miriam
Pink Light Fan, 1979
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1/4© mumok
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Titelübersetzung Rosa Licht Fächer
Objektkategorie Bild
Objektbeschreibung Acryl auf Leinwand, Textilapplikationen, Collage
Maße
Objekt: Höhe: 123,5 cm, Breite: 246 cm, Tiefe: 8,8 cm
Material
Objekt: Acrylfarbe, Textil
Träger: Leinwand
Technik
Objekt: Collage, Acrylmalerei, Materialbild
Inventarnummer ÖL-Stg 269/0
Erwerbungsjahr 1991
Creditline mumok - Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, Leihgabe der Österreichischen Ludwig-Stiftung
Rechteverweis Bildrecht, Wien
Weitere Infos GND

In den späten 1960er-Jahren nimmt die Künstlerin Miriam Schapiro einen Lehrauftrag an der University of California in San Diego an. Dort lernt sie die Künstlerin und Schriftstellerin Judy Chicago kennen, mit der sie 1971 am California Institute of Arts das „Feminist Art Program“ gründet. Mit ihren Arbeiten war sie eine führende Figur in der Frauenbewegung und der künstlerischen „Pattern and Decoration-Bewegung“ der 1970er-Jahre. Schapiro konzentriert sich in ihren Werken auf vernachlässigte Kunstformen und schafft Schürzen, Puppenhäuser und ab den späten 1970er-Jahren überdimensionale Fächer. Bis ins 20. Jahrhundert gilt der Fächer als unverzichtbares modisches Accessoire einer Dame. Aufwendig bemalt wird er auch zum Bildträger und macht manche Stücke zu kostbaren Statussymbolen. Der Fächer ist ein anmutiges Instrument zur Selbstdarstellung der Frau, seine Feinheit und Empfindlichkeit vermitteln empfindsame Weiblichkeit und berühmt ist er als Kommunikationsinstrument in der höfisch galanten Liebe des Rokoko. Bei „Pink Light Fan“ aus dem Jahr 1979 handelt es sich um eine Leinwand in Form eines überdimensionalen Fächers. Für das symmetrisch angelegte Bild des Fächers wählt die Künstlerin feine gemusterte Stoffe, die sich in hellen und dunklen Rosatönen in 24 Segmenten abwechseln und auf die Leinwand appliziert werden. An der höchsten Stelle in der Mitte befindet sich ein floral gemusterter Stoff in Form eines Eis, das in vielen Ländern als Fruchtbarkeitssymbol gilt. Ab den 1970er-Jahren bestehen Schapiros Arbeiten hauptsächlich aus Stoffcollagen, für die sie den Terminus „femmages“ – feminist-oriented collage prägt. In einem Essay beschreibt Schapiro den Begriff „femmage“ und legt einige Richtlinien fest wann ein Werk „femmage“ genannt werden darf. Das erste und wichtigste Kriterium ist, dass die Arbeit von einer Frau stammt. Textilien sind ein weiterer wesentlicher Bestandteil der Arbeiten. Das Thema sollte zudem mit dem Leben von Frauen zu tun haben und Elemente verdeckter Metaphorik enthalten. Ebenso sollte, so Schapiro, sowohl eine funktionale als auch eine ästhetische Seite vorhanden sein.