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Detail

Bourgeois, Louise
Observer, 1947 - 1949
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1/4© mumok
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3/4© mumok
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Titelübersetzung Beobachter
Objektkategorie Plastik
Objektbeschreibung Bronzeguss
Maße
Objekt: Höhe: 198 cm, Breite: 71 cm, Tiefe: 30,7 cm
Sockel: Breite: 30,4 cm, Tiefe: 30,7 cm
Material
Objekt: Bronze
Stab: Eisen, Fe
Technik
Objekt: Bronzeguss
Inventarnummer ÖL-Stg 207/0
Erwerbungsjahr 1991
Creditline mumok - Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, Leihgabe der Österreichischen Ludwig-Stiftung
Rechteverweis Bildrecht, Wien
Weitere Infos GND

Die stelenartige Bronzeskulptur „Observer“ gehört zu Louise Bourgeois’ frühen plastischen Arbeiten, die ab Mitte der 1940er Jahre in New York entstehen. Der frontal ausgerichtete Körper gliedert sich in Kopf-, Rumpf- und Beinbereich und trägt trotz des hohen Abstraktionsgrades eindeutig anthropomorphe Züge. Die Skulptur nimmt die Maße eines aufrechten menschlichen Körpers auf und begegnet uns, ohne Sockel am Boden installiert, als direktes Gegenüber. Die Künstlerin selbst bezeichnet diese Arbeiten als „Personnages“, als personalisierte Erscheinungen, mit denen sie ihr Heimweh in Amerika und ihre Sehnsucht nach ihrer Familie verarbeitet, so Louise Bourgeois: „Sie repräsentieren die Menschen, die ich in Frankreich zurückgelassen habe: meinen Vater, meinen Bruder, meine Cousinen [...] Ich habe mir meine ganze Familie nachgebaut.“ D.h. die Skulptur wird bei Bourgeois zur real vermissten Person, sie wird zu einem Fetisch, zu einem Vehikel, mit dem die Anwesenheit beschworen und die Sehnsucht überwunden wird. Die Künstlerin selbst beschreibt ihre Werke als Exorzismen, in denen sie emotionale und persönliche Konflikte ersatzweise austragen kann. „Diese Skulpturen haben nichts mit Bildhauerei zu tun“, so Bourgeois, „sie bedeuten direkte körperliche Präsenz“.