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Detail

Balla, Giacomo
Mercurio passa davanti al sole, 1914
© mumok
Titelübersetzung Merkur zieht an der Sonne vorbei
Objektkategorie Gemälde
Objektbeschreibung Tempera auf Papier auf Leinwand
Maße
Rahmenmaß: Höhe: 162 cm, Breite: 122 cm, Tiefe: 7 cm
Objektmaß: Höhe: 138 cm, Breite: 99 cm
Gewicht: Gewicht: 27 kg
Inventarnummer B 139/0
Erwerbungsjahr 1967
Creditline mumok - Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien
Rechteverweis Bildrecht, Wien
Weitere Infos GND

Giacomo Balla gilt als ein Hauptvertreter des italienischen Futurismus - eine Avantgarde-Bewegung, die der Dichter Filippo Tommaso Marinetti am 20. Februar 1909 durch die Publikation des ersten futuristischen Manifests auf der Titelseite der französischen Tageszeitung Le Figaro gründet. Im diesem ersten, von zahlreichen noch folgenden Manifesten wird die Notwendigkeit einer antiklassizistischen, zukunftsorientierten Kunst proklamiert, die in ihren Ausdrucksformen dem dynamischen Geist der modernen Technik und der urbanen Massengesellschaft entsprechen soll. Ein Merkurtransit ist für Giacomo Balla der Ausgangspunkt, um sich mit der Darstellung von Bewegung und Effekten der Optik auseinanderzusetzen. Das gezeigte Bild ist Teil einer Serie von Studien die durch seine Beobachtung mit dem Teleskop 1914 entstehen. Das Bild beschreibt die verschiedenen Zeitphasen, in denen sich der Planet Merkur vor die Sonne schiebt, wobei der Bewegungsablauf, d.h. die verschiedenen Stadien des zeitlichen Nacheinander in einem räumlichen Nebeneinander sichtbar gemacht werden. Um die Simultaneität mehrerer fließend ineinander übergehender abstrakter Bewegungsphasen darzustellen, greifen die Futuristen auf die kubistische Methode der Formanalyse zurück: Die Bewegung des Planeten Merkur vor die Sonne wird durch zwei sich überschneidenden Kreisformen verdeutlicht. Diese schreiben sich in eine Spiralbewegung ein, die sich über das gesamte Bild zieht, und die Form des schwarzen Teleskops andeutet. Darüber gelagert sind transparente Dreiecke und weiße Strahlen, die wie Lichtblitze wirken und den optischen Effekt der Lichtbrechung darstellen.