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Aufgrund von Umbauarbeiten sind nicht alle Ausstellungsebenen zugänglich. Die genauen Informationen zu den laufenden Ausstellungen und Eintrittspreisen finden Sie hier.
Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag

10 bis 18 Uhr




Detail

Herzig, Wolfgang
Große Gesellschaft
1970 - 1971
© mumok
Objektbeschreibung Öl auf Leinwand
Objektkategorie Skulptur
Maße
Objektmaß: Höhe: 54 cm, Breite: 312 cm, Höhe: 195 cm, Breite: 312 cm, Höhe: 249 cm, Breite: 312 cm
Erwerbungsjahr 1981
Inventarnummer L 93/0
Creditline mumok - Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, Leihgabe aus Privatbesitz
Rechteverweis Herzig, Wolfgang
Weitere Informationen zur Person Herzig, Wolfgang [GND]
Literatur Wolfgang Herzig.Ein Realist wird 70

„Ich bin ein Chronist, das heißt, ich zeichne auf, was ist. Ich bin sozusagen ein ‚Protokolleur‘ der Welt, der Menschen, der Gesellschaft“, sagt Wolfgang Herzig. Der gebürtige Steirer hat sich von Beginn an einer gegenständlichen, zum Teil auch sozialkritischen Kunst verschrieben. Ende der 1960er-Jahre wird er im Zuge der Ausstellung „Wirklichkeiten“ in der Wiener Secession schlagartig bekannt. Die dort ausgestellten jungen Künstlerinnen und Künstler, unter ihnen Martha Jungwirth, Franz Ringel und Kurt Kocherscheidt, entwickeln einen Gegenentwurf zur Wiener Schule des Phantastischen Realismus und den abstrakten Künstlerinnen und Künstlern der Galerie St. Stephan. Herzigs Motive entstammen seiner Wiener Umgebung: Es sind ironisch-sarkastische Porträts einer sogenannten besseren Gesellschaft, die unter anderen auch Politiker, Museumsdirektoren und Pfarrer, aber ebenso stadtbekannte Kellner und Kellnerinnen mit einschließen. „Große Gesellschaft“ aus den Jahren 1970 und 1971 ist eines seiner größten Tafelbilder. Es zeigt Personen einer High Society in ihren Abendroben, aufgeputzte Frauen mit üppigen Dekolletés und befrackte Männer in selbstgefälligem Getue, die vor einer ebenso kühlen wie glatten Fassade zu einem nahezu ornamental-geometrischen Ganzen erstarren. Herzigs Bilder werden in zahlreichen Vorstudien und Skizzen vorbereitet, in denen er die Raumverhältnisse und Personenanordnungen akribisch untersucht. Als „gestörte Idylle“, so der Titel einer Kritik von 1971, nimmt die Presse Herzigs tragisch-komische Gesellschaftsporträts wahr. Sie würden die Zeitgenossinnen und Zeitgenossen in ihrer kleinbürgerlichen Befindlichkeit treffen. Und weiter: „Seine Szenen aus dem täglichen Leben sind so scharf gezielt und so genau komponiert wie möglich. Herzig, ein Wiener Maler aus der grünen Steiermark, hält nicht viel von barocker Schaumschlägerei, die viele mit österreichischem Wesen verwechseln.“