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Aufgrund von Umbauarbeiten sind nicht alle Ausstellungsebenen zugänglich. Die genauen Informationen zu den laufenden Ausstellungen und Eintrittspreisen finden Sie hier.
Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag

10 bis 18 Uhr




Detail

Williams, Christopher
For Example: Dix-Huit Leçons Sur La Société Industrielle, Kodak Three Point Reflection Giude, © 1968 Eastman Kodak Company, 1968 (Meiko laughing) Vancouver, B.C., April 6, 2005
2005
Objektbeschreibung Chromogen-Abzug
Objektkategorie Skulptur
Maße
Objektmaß: Höhe: 50,8 cm, Breite: 61 cm
Rahmenmaß: Höhe: 86,5 cm, Breite: 96,3 cm, Tiefe: 2,8 cm
Erwerbungsjahr 2006
Inventarnummer G 1144/0
Creditline mumok - Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien
Rechteverweis Williams, Christopher
Weitere Informationen zur Person Williams, Christopher [GND]
Literatur Why picture now/Fotografie, Film, Video, heute
CROSS-BORDER.FOTOGRAFIE UND VIDEOKUNST AUS DEM MUMOK WIEN

Die lachende Frau mit dem gelben Turban haben Sie sicher schon einmal irgendwo gesehen. Wenn nicht genau sie, dann ein Foto, das ihr sehr ähnlich sieht. Es ist kein Porträt, sondern ein austauschbares Fotoshooting für eine Werbeaufnahme. Die Frau agiert für die Kamera, ihr Lachen, ihre Heiterkeit sind eine Pose, die ein Produkt verkaufen soll. Der schwarze Hintergrund wird später ausgetauscht. Links hängt mitten im Bild der Farbstreifen der Firma Kodak, mit dem bei jeder Verwendung des Motivs der richtige Farbton abgeglichen und bestimmt werden muss. Christopher Williams verwendet Fotos anderer Fotografinnen und Fotografen und zeigt damit, wie Bilder entstehen, welche Umstände ihre Produktion begleiten und dass sie – wie in der Werbeindustrie und bei Modeaufnahmen – immer manipuliert sind. Das Foto ist Rohmaterial. Betrachten Sie die Frau genauer: ein kleines Muttermal, Hautunreinheiten, minimal unregelmäßige Zähne oder kleine Fältchen, all dies wird auf dem Bild, das später in der Werbung zu sehen wird, getilgt sein, retuschiert zugunsten einer makellosen Schönheit. Christopher Williams hat dieses Foto des Werbefotografen nicht nur ausgewählt, sondern gibt im Titel wie in einem Pfad genau an, worum es geht: Nach dem Titel der Serie nennt er den exakten Kodak-Film, mit dem fotografiert wurde, den Behelfstitel, mit dem der Fotograf den Abzug betitelte, „Meiko lachend“, den Ort der Entstehung, Vancouver, das genaue Datum der Aufnahme und schließlich das Datum, an dem Williams das Foto zum Kunstwerk gemacht hat. All diese Entscheidungen fügen sich in dem Motiv zusammen. Nichts ist zufällig, alles ist Teil einer kommerziellen Bildproduktion, die unseren Alltag bestimmt. Und obwohl wir eigentlich um die Manipuliertheit dieser Bilder wissen, können wir uns gegen ihre verführerische Ästhetik kaum verwehren.