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Aufgrund von Umbauarbeiten sind nicht alle Ausstellungsebenen zugänglich. Die genauen Informationen zu den laufenden Ausstellungen und Eintrittspreisen finden Sie hier.
Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag

10 bis 18 Uhr




Detail

DIE DAMEN
Strobl, Ingeborg
ONA B.
Egerer, Evelyne
Jürgenssen, Birgit
Fleck
1992
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1/2© mumok
2/2© mumok
Objektbeschreibung Postkarte
Objektkategorie Skulptur
Maße
Objektmaß: Höhe: 10,5 cm, Breite: 14,8 cm
Erwerbungsjahr 2015
Inventarnummer MD 280/0
Creditline mumok - Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, Schenkung Ingeborg Strobl
Rechteverweis Bildrecht, Wien
Weitere Informationen zur Person DIE DAMEN [ULAN] | Strobl, Ingeborg [GND] | ONA B. [GND] | Egerer, Evelyne [GND] | Jürgenssen, Birgit [GND]

Vier Frauen lehnen sich lässig an eine Wand. Alle tragen eine dunkle Hose und ein weites weißes Oberhemd mit einem großen schwarzen Fleck. Eine Modefotografie? Ein schwarz-weiß Foto aus einem Lifestyle-Magazin der 1990er-Jahre? Auf den ersten Blick nicht ausgeschlossen, doch hier stehen vier Künstlerinnen, Ona B., Evelyn Egerer, Birgit Jürgenssen und Ingeborg Strobl. Zusammen sind sie DIE DAMEN“. Sie kommentierten seit 1987 die von Männern dominierte Wiener Kunstszene genauso wie Politik und Gesellschaft. Und weshalb nun schauen sie hier so skeptisch und auffordernd in die Kamera? Grund ist eine kulturpolitische Entscheidung aus dem Jahr 1991. Die damals neu geschaffene Stelle des österreichischen Bundeskurators für Bildende Kunst übernahm Robert Fleck. Durch seine Position hatte er als Staatskurator die Möglichkeit für 2 Jahre persönlich ausgewählte Projekte zu fördern. Das recht großzügig bemessene Budget konnte er individuell und ohne Mitwirkung unabhängiger Juroren verteilen. Die Idee, dass ein staatlicher Kurator solch große und nachhaltige Entscheidungen treffen kann, schien „Die Damen“ ganz offensichtlich zu irritieren. Den ministeriellen Wunsch nach einer Förderung der internationalen Austauschmöglichkeiten sahen sie wohl auch nicht wirklich eingelöst. Auf der Postkarte tragen sie den Fleck wie einen Orden. Sie tragen ihn als Auszeichnung für besondere Verdienste um die Bemühungen zur Vertiefung und Verknüpfung von Auslandskontakten. Diese ironisch-kritische Selbstinszenierung ist ein charakteristisches Mittel der Künstlerinnengruppe „DIE DAMEN“. Mit den ästhetischen Mitteln der inszenierten Performance und der parodistischen Events bewegen sie sich an Schnittstellen von bildender Kunst, Mode, Design und Werbung. Gleichzeitig thematisieren sie die Grenzüberschreitungen der Geschlechterrollen. Der New Yorker Künstler Lawrence Weiner wird an Stelle von Ingeborg Strobl 1993 viertes Mitglied der DAMEN.