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Das mumok ist bis 6. Juni 2024 wegen Sanierungsarbeiten geschlossen.

Alle Informationen zum Sanierungsprojekt und zu unserem Alternativprogramm finden Sie hier.

Detail

Conner, Bruce
CATCH, 1964
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Objektkategorie Allgemein
Objektbeschreibung Diverse Gegenstände, mit Netz überzogen
Maße
Objektmaß: Höhe: 75 cm, Breite: 57 cm, Tiefe: 47 cm
Sockelmaß: Höhe: 8 cm, Breite: 64,5 cm, Tiefe: 54,5 cm
Acrylglassturz: Höhe: 90,5 cm, Breite: 64,5 cm, Tiefe: 54 cm
Material
Wachs, Textil, Haare, Zähne, Netz, Holz
Technik
Skulptur
Inventarnummer P 123/0
Erwerbungsjahr 1978
Creditline mumok - Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, ehemals Sammlung Hahn, Köln
Rechteverweis Bildrecht, Wien
Weitere Infos GND

Die frei stehende Assemblage mit dem Titel „CATCH“ aus dem Jahr 1964 wirkt auf den ersten Blick wie etwas Organisches, Schmutziges, vielleicht sogar etwas Verwesendes, das in die Fänge eines Fischernetzes geraten ist. Bei näherer Betrachtung der Form wird jedoch klar, dass es sich um eine im Netz gefangene menschliche Figur aus verschiedensten Materialien wie Wachs, Stoff, Zähnen, Haaren oder Holz handelt. Der amerikanische Künstler Bruce Conner lebte und arbeitete 50 Jahre lang in San Francisco, wo er abseits der offiziellen Kunstwelt individuelle Formen des künstlerischen Ausdrucks entwickeln konnte. Die Ostküste der USA, vor allem New York, stand in den 1960er-Jahren für eine andere Kunst, die Pop Art und ihre Koketterie mit den Hochglanzseiten der Konsumkultur. Die Westküste trat dagegen durch experimentelle, freigeistige Kunstformen hervor, wie beispielsweise jene der Beatgeneration, mit der Conner im engen Kontakt war. Conner arbeitete mit diversen Medien, etwa Malerei, Zeichnung, Druckgrafik, Collage, Assemblage oder Skulptur. Ende der 1950er-Jahre wurde er vor allem für seine avantgardistischen Skulpturen bekannt, in denen er gefundene Materialien wie Nylonstrümpfe, Möbelteile, kaputte Puppen, Pelze oder Kerzen kombinierte. Diese Assemblagen ergänzte er darüber hinaus oft durch collagierte oder gemalte Elemente. Conners künstlerisches Verfahren hinterfragte durch die Verwertung beschädigter, schäbiger Materialien die konventionellen Ideen der künstlerischen Originalität und die „handwerklichen Fähigkeiten“ eines Künstlers. Grundsätzlich gab Conner seinen Assemblagen keine bestimmte Bedeutung, sie können jedoch mitunter als sozialer Kommentar auf die Abgründe von Schönheitsvorstellungen im modernen Amerika, die Konsumgesellschaft oder die Gewalt an Frauen verstanden werden.