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Spring Curatorial Program 2022: Art Geographies


Montag, 23. Mai bis Mittwoch, 1. Juni 2022

Das Spring Curatorial Program 2022: Art Geographies untersucht die Beziehung zwischen Kunst, Theorie und Politik. Dabei thematisiert es Grenzen, Karten, Mythen, Landschaften, Territorien, Kriege und andere planetare Phänomene mit einer geographischen Dimension. Im Vordergrund stehen besonders emanzipatorische Wege sozialer Subjektivierung (Politik der Zugehörigkeit) statt repräsentativer Formen geopolitischer Identifikation (Politik der Identität). Das Programm konzentriert sich auf kritische, dekoloniale, feministische und materielle Dimensionen eines planetarischen Zusammenlebens.

Ausgehend von Einblicken in künstlerische und kuratorische Praktiken untersucht das Programm Gegenkartographien, die sich mit kritischen, partizipativen und diskursiven Untersuchungen geopolitischer Grenzen von Identifikation und Ausgrenzung auseinandersetzen. Dabei kommt insbesondere ein Denken und Schaffen in den Blick, das Geographie im Bereich des politischen Denkens und des sozialen Lebens eine zentrale Rolle einräumt. Mittel können dabei performative Stimmen, visuelle Einschreibungen und Darstellungen, aber auch ästhetische Perfektion oder Fehler und Störungen sein. Mit dem Ziel, die vorherrschenden Formen der geopolitischen Verortung von Menschen, Erde und (nicht)menschlichen Leben zu hinterfragen, werden in täglichen Seminaren, Screenings, Lesungen, Vorträgen, Diskussionen und Ausstellungsbesuchen verschiedene künstlerische, theoretische und kuratorische Praktiken vorgestellt.

Motiviert durch die Politik der Zugehörigkeit, aber auch durch die Politik des Widerstands gegen jegliche geopolitische Ausbeutung von Menschen (zeitgenössischer Rassismus) und Erde (neokolonialer Extraktivismus), sucht dieses Programm schließlich nach möglichen zukünftigen Geographien sozialer, politischer, ökologischer und ideologischer Natur auf der Grundlage eines aussagekräftigen Einblicks in politisch oder sozial engagierte Lebenspraktiken, die das Kognitive mit Affekt, die Wahrnehmung mit Dargestelltem und Vorgestelltem und Unmögliches mit Realem verbinden.

Das Spring Curatorial Program wurde vom Verein K in Zusammenarbeit mit Jelena Petrović initiiert, die die erste Ausgabe, untitled: Art Geographies, als Ergebnis des FWF-Forschungsprojekts V-730: The Politics of Belonging – Art Geographies 2019-2023) konzipiert und kuratiert hat. Das Spring Curatorial Program 2022: Art Geographies wird gemeinsam vom Verein K und der Akademie der bildenden Künste Wien organisiert und vom FWF Österreichischer Wissenschaftsfonds, der ERSTE Stiftung, dem Bundeskanzleramt Österreich, der Stadt Wien und dem Slowenischen Kulturzentrum SKICA unterstützt.

In Kooperation mit dem mumok kino werden vier Veranstaltungen umgesetzt.

Alle Veranstaltungsinformationen und Buchungsmöglichkeiten finden Sie unten.

  • Kooperationspartner
    Verein K