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Optik Schröder II

Werke aus der Sammlung Alexander Schröder

Dienstag, 19. Dezember 2017

Die Ausstellung Optik Schröder II im mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien zeigt einen repräsentativen Querschnitt durch die Sammlung von Alexander Schröder. Mit wichtigen Arbeiten von Kai Althoff, Tom Burr, Bernadette Corporation, Claire Fontaine, Gelitin, Isa Genzken, Anne Imhof, Sergej Jensen, Pierre Klossowski, Manfred Pernice, Martha Rosler oder Reena Spaulings zählt diese zu den profiliertesten deutschen Privatsammlungen für Gegenwartskunst. An den Werken lassen sich einige bestimmende konzeptionelle Tendenzen und Setzungen in der westlichen Kunstentwicklung der vergangenen drei Dekaden ablesen: der Bezug auf das Soziale, queeres Leben, Institutions- und Ökonomiekritik, die Auseinandersetzung mit öffentlichen Räumen und Architektur, Poesie oder aktuelle Formen der Kritischen Malerei. Gerade an den prominent vertretenen kunstschaffenden Kollektiven zeigt sich das Bestreben, tradierte Rollenverständnisse der Künstler_innen, der Kunstproduktion sowie der Vertriebswege strukturell zu unterlaufen bzw. zu transformieren.

In diesem zusammenfassenden Überblick wird ein Sammlungscharakter sichtbar, der sich seit Mitte der 1990er-Jahre durch eine große Nähe zu den Künstler_innen und eine Sensibilität für neue Entwicklungen kontinuierlich ausbilden konnte. Die Ausstellung steht exemplarisch für eine Philosophie des Sammelns, die sich auf Zeitgenossenschaft, Neugierde, Kennerschaft, Humor, Eigensinn und ein herausragendes ästhetisches Gespür gründet. Sie schreckt auch nicht vor raumgreifenden Formaten zurück, die man eher in einem Museumskontext als in einer Privatsammlung vermuten würde.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit einem Interview von Kito Nedo und Alexander Schröder sowie mit Texten von Kirsty Bell und John Kelsey.

Kuratiert von Karola Kraus