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Philipp Fleischmann

Analogien


Mittwoch, 18. Oktober 2017, 19:00
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Die künstlerische Praxis von Philipp Fleischmann lässt sich in den Bereichen von bildender Kunst und Film verorten. Fleischmanns Interesse gilt dabei nicht unwesentlich den – mitunter unterschiedlichen, aber durchaus vergleichbaren – institutionellen Logiken und Mechanismen, in die er sich gleichsam als Akteur immer wieder neu einbringt: Fragen der Zugänglichkeit spielen dabei eine wichtige Rolle. Für diese institutionskritisch unterfütterten Strategien entwickelt Fleischmann eine Formensprache, die sich ganz dem analogen Film verschrieben hat. Seine Arbeiten, die etwa in Kunstinstitutionen entstanden sind, bilden diese Räume fotografisch ab und übersetzen die Aufnahmen in ein filmisches Zeitgefüge. Das Prinzip der Gabe kommt bei philipp fleischmann 2012/2013 zur Anwendung, wenn durch das Hinterlegen einer 16mm-Filmrolle bei Eröffnungen oder auch Premieren Abläufe mit offenem Ausgang initiiert werden: Dabei werden nicht nur institutionelle Strukturen thematisiert, sondern auch die – immer prekärer werdenden – Entwicklungs- und Zirkulationsprozesse des analogen Films.

Programm

Philipp Fleischmann,
philipp fleischmann 2012/2013, 2012/2013, zwölf 16mm-Filme, Farbe oder S/W, ohne Ton, jeweils 3 min
Main Hall, 2013, 35mm-Farbfilm, ohne Ton, 5 min 8 s
The Invisible Cinema 3, 2017, 16mm-Farbfilm, ohne Ton, 36 s
Untitled (Generali Foundation Vienna), 2015, 16mm-Farbfilm, ohne Ton, 34 s
mumok kino, 2017, 35mm-Farbfilm, ohne Ton, 1 min 20 s

Buchpräsentation: Philipp Fleischmann. Main Hall, herausgegeben von Philipp Fleischmann und Georgia Holz, mit Texten von Alejandro Bachmann, Georgia Holz und Michael Sicinski, VfmK Verlag für moderne Kunst, 2017

Vorgestellt von Philipp Fleischmann und Georgia Holz


Philipp Fleischmann lebt in Wien. Ausstellungen/Festivals (Auswahl): Installation Views, Belmacz Mayfair, London (2017); Untitled (Generali Foundation Vienna), One Work Gallery, Wien (2015); Berlinale Forum Expanded (2014); Wavelengths, Toronto International Film Festival (2010).

Georgia Holz ist Kunsthistorikerin und als freie Kuratorin, Autorin und Redakteurin in Wien tätig. Von 2006 bis 2015 war sie Assistenzkuratorin in der Generali Foundation Wien.

  • Mit freundlicher Unterstützung
€ 6,– / ermäßigt € 4,50