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mumok APPetizer – Robert Smithson

mumok collects


Nicht nur für Zeiten, in denen Sie unsere Ausstellung MISFITTING TOGETHER Serielle Formationen der Pop Art, Minimal Art und Conceptual Art nicht live erleben können: eine kleine Kostprobe aus unserer mumok APP.

Der Multimediaguide des mumok ist über iOS und Android kostenlos abrufbar und so können Sie auch von zuhause aus einen Rundgang durch die Ausstellungen unternehmen. Viel Spaß!

Gratis-Download im iTunes App Store und im Google Play Store erhältlich.

 

 

Robert Smithson
Six Stops on a Section

Robert Smithson war einer der Ersten, der den Landschaftsraum zum Aktionsort seiner künstlerischen Interventionen erklärte. Um die Orte seiner Projekte im Kunstbetrieb zu präsentieren, entwickelte er um 1967 sein Konzept der Non-Sites, der Nicht-Orte. Für diese Non-Sites sammelte Smithson Materialien jener Orte wie Sand, Schlacke oder Steine, legte sie in Behälter und stellte so die originalen Fundorte vor. Die Arbeit Six Stops on a Section repräsentiert sechs Orte in New Jersey, die Smithson zuvor erkundet hatte. Geologische Karten und Landschaftsprofile kombinierte er mit Metallboxen, die Gesteinsproben jener sechs Orte enthalten. Eine am ersten Fundort gemachte Fotografie von Hundespuren, ebenfalls Teil der Installation, wird von einem Begleittext kommentiert. Durch die buchstäbliche Deplatzierung der Fundstücke in den Ausstellungsraum schafft Smithson ein Verweisspiel mit unterschiedlichen Repräsentationssystemen von Orten. Während man den Non-Site betrachtet, imaginiert man den originalen Ort, und realisiert im selben Moment dessen Abwesenheit im Ausstellungsraum. Smithson untergräbt auf diese Weise die von der Minimal Art vertretene Idee vom Ausstellungsraum als neutralem Ort, in dem sich das autonome Kunstwerk präsentiert. Die Non-Sites kombinieren ästhetische und wissenschaftliche Betrachtung, verknüpfen den musealen Innenraum mit dem landschaftlichen Außenraum, verschmelzen Kunst und Leben.