Sie sind hier

mumok APPetizer – Larry Poons

mumok collects


Nun können Sie die Ausstellung MISFITTING TOGETHER Serielle Formationen der Pop Art, Minimal Art und Conceptual Art wieder live erleben, ein Blick in unseren Multimediaguide lohnt sich aber in jedem Fall. Hier eine kleine Kostprobe aus unserer mumok APP.

Der Multimediaguide des mumok ist über iOS und Android kostenlos abrufbar und so können Sie auch von zuhause aus einen Rundgang durch die Ausstellungen unternehmen. Viel Spaß!

Gratis-Download im iTunes App Store und im Google Play Store erhältlich.

 

 

 

Nixe’s Mate

Nixe’s Mate des amerikanischen Künstlers Larry Poons fällt schon auf den ersten Blick durch seine grellen, pulsierenden Farben und das gewaltige Format auf. Auf der einfarbig roten Hintergrundfläche treten in einer All-over-Komposition gemalte Ovale in kontrastierenden Farben und in verschiedenen Ausrichtungen zu einer Art Tanz auf. Die Formen sind horizontal und vertikal in einem Raster angeordnet. Ihre Farbe und Ausrichtung ist jedoch so verwirrend, dass man dies nur auf den zweiten Blick wahrnimmt. Zunächst stellt sich vielmehr der Eindruck ein, dass sich die einzelnen Formen bewegen, es wimmelt geradezu. Nehmen Sie sich kurz Zeit und betrachten Sie das Werk etwas länger. Achten Sie darauf, wo sie stehen. Je näher Sie dem Bild kommen, desto mehr vereinnahmt das wilde Vibrieren der Oberfläche Ihr Blickfeld. Wenn Sie weiter weg stehen und versuchen, den Blick länger auf das Bild zu fokussieren und dann den Blick auf die weiße Wand des Ausstellungsraumes richten, werden Sie dort deutlich ein Nachbild im Komplementärkontrast sehen.

Der 1937 geborene Künstler wurde in den 1960er-Jahren mit Bildern von Kreisen und Ovalen auf einfärbigen, oft leuchtend grellen Hintergründen berühmt. Im Laufe seiner Karriere wurde er mit künstlerischen Bewegungen wie Op Art, Farbfeldmalerei oder lyrischer Abstraktion in Zusammenhang gebracht, hat sich aber selbst nie mit diesen identifiziert. Sein Hauptinteresse galt vor allem der Farbe und ihren verschiedenen optischen Wirkungen. Poons betrachtete Farbe als die fundamentale Eigenschaft der Malerei. „Es gibt Menschen, die sich nicht von Farben angesprochen fühlen. Das ist, worum es in der Malerei geht. Um Farbe“, kommentierte der Künstler.