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Methoden, Theorien und Praktiken der Kunstvermittlung seit den 1990er-Jahren


Was ist vom Aufbruch der Kunstvermittlung um 1990 geblieben? Ist die institutionalisierte Kunstvermittlung noch kritisch? Diese Fragen diskutieren fast 30 Expert_innen am Freitag, 13., und Samstag, 14. November 2015, auf dem Symposium to educate und reflektieren damit die Methoden, Theorien und Praktiken der Kunstvermittlung seit den 1990er-Jahren. Mit Blick zurück nach vorn heißt es, mögliche Szenarien für die Zukunft zu entwickeln statt vermeintlich goldenen Zeiten wehmütig nachzutrauern. 

Gegliedert in mehrere Themenblöcke, schließt sich an eine Analyse der Zeit um 1990 und eine Bestandsaufnahme der Bedingungen für die damalige Aufbruchsstimmung die Frage an, inwiefern neue Methoden und Impulse innerhalb institutionalisierter Ausbildungen an Universitäten und Akademien bis heute nachwirken. 

Ob das theoretische Durchstreichen des traditionellen Bildungsbegriffs – wie im Titel des Symposiums grafisch vorgeschlagen – und inwiefern der Anspruch einer gleichberechtigten Zusammenarbeit zwischen Kurator_innen und Vermittler_innen aktuell an Kulturinstitutionen gelebt wird, thematisiert ein weiterer, von KulturKontakt Austria initiierter thematischer Block. Und schließlich umkreist eine performative Institutionsaufstellung mit Student_innen der Wiener Kunstuniversitäten und Publikum auch die institutionellen und ökonomischen Kontexte der Vermittlungsarbeit. 

Den Abschluss bildet eine Diskussion neuerer Modelle der Kunstvermittlung, in der insbesondere Themen der Bildungsdebatte wie Migration und Integration behandelt werden. 

Das Symposium wird begleitet von Interventionen des Praktikums zur Erschließung außerschulischer Berufsfelder „Zurück in die Zukunft – Vermittlung zwischen Utopie und Geschichte“ an der Universität für angewandte Kunst Wien im Bereich Fachdidaktik.

Impulsgeber des Symposiums ist die bis 14. Februar 2016 im mumok laufende Ausstellung to expose, to show, to demonstrate, to inform, to offer. Künstlerische Praktiken um 1990, in der Installationen, Publikationen, Objekte, Projekte, Filme und Interventionen von über 50 Künstler_innen und Künstler_innengruppen gezeigt werden, die alle die herkömmlichen Formen des Ausstellens infrage stellen und sich den drängenden gesellschaftlichen Herausforderungen ihrer Zeit widmen. 

Das Symposium findet in Kooperation mit KulturKontakt Austria statt.

Veröffentlicht

Dienstag, 27. Oktober 2015