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  • Sophie Taeuber-Arp

Konstruktion Nr. 5

1942 (Guß posthum/cast posthumous in 1962)
Bronzeguss
38,00 cm x 35,00 cm x 2,00 cm
erworben/acquired in 1963
Inventarnummer: P 30/0

Die Schweizer Künstlerin Sophie Taueber-Arp hat ein vielfältiges Werk hinterlassen. Sie war nicht nur in der bildenden Kunst beheimatet, sondern auch in der angewandten Kunst und arbeitete als Textilkünstlerin, Innenarchitektin, Bühnenbildnerin und Designerin. Die Grenzen zwischen den einzelnen Gattungen aufzuheben und Kunst, Gestaltung, Handwerk und Alltag auf schöpferische Weise zu verbinden war auch Sophie Taeubers Ziel als Lehrende an der Zürcher Kunstgewerbeschule.
Das Relief „Konstruktion Nr. 5“ das Taeuber-Arp 1942 entworfen hatte, ein Jahr vor ihrem plötzlichen Unfalltod, zeigt die typische Formensprache der Künstlerin. Es sind einfache, sich überschneidende geometrische Elemente wie Kreis, Quadrat oder Trapez, die sich aus unregelmäßigen Fragmenten farbiger Bronze ergeben. Zusammen bilden positive und negative Formen eine klare, harmonische Einheit. Bereits 1916 malte sie mit ihren sogenannten „vertikal-horizontalen Kompositionen“ vollständig ungegenständliche Bilder, die zu den ersten konkreten beziehungsweise konstruktiven Kunstwerken der Moderne gehören.
Ihr Mann, der Dadaist Hans Arp, den sie 1916 im Cabaret Voltaire kennenlernte, sagte über seine Frau: „Es war Sophie Taeuber, die mir durch das Beispiel ihrer klaren Arbeiten und ihres klaren Lebens den rechten Weg, den Weg zur Schönheit, zeigte. In dieser Welt bestehen Oben und Unten, Helligkeit und Dunkelheit, Ewigkeit und Vergänglichkeit in vollendetem Gleichgewicht.“