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Jakob Lena Knebl. Oh…? Ja!

Rauschende Finissage der Ausstellung Oh… Jakob Lena Knebl und die mumok Sammlung

Freitag, 06. Oktober 2017

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Dass der Publikumsliebling Oh… Jakob Lena Knebl und die mumok Sammlung endet, ist für die österreichische Künstlerin Jakob Lena Knebl noch lange kein Grund, nicht noch eins draufzusetzen.Am Dienstag, dem 24. Oktober, ab 19 Uhr plant sie auf einer der beiden bereits leeren Ausstellungsebenen ein rauschendes Fest mit DJ das_em, inszeniert als Louise Bourgeois’ Observer (1947–1949), und Barbetrieb – alkoholische, alkoholfreie und kulinarische Extravaganzen sind nicht ausgeschlossen.

Als eintägige Kurzausstellung konzipiert, ist der Abend unter dem Titel Oh…? Ja! zugleich Finissage und Vernissage. Statt der Werke aus der mumok Sammlung bevölkern Neuinterpretationen den Ausstellungsraum. Statische Skulpturen werden durch lebendig gewordene Stellvertreter_innen als Tableaux vivants ersetzt. In schummriger Atmosphäre räkelt sich ein Double von John de Andreas Woman on Bed (1974) auf den verwaisten Architekturelementen. Antony Gormleys liegende Figur Home (1984) sucht ein neues Zuhause.

Andere Kunstwerke werden mit Hang zum Handwerklichen und bewusst dilettantisch als Fakes ausgestellt, darunter eine übergroße Plüschvariante als Reaktion auf Veronika Bromovás Fotografie Zunge (1996). Wie in ihrer Ausstellung ist die Künstlerin selbst wieder mitten im Geschehen und tritt als geheimnisvolle Gestalt der Kunstgeschichte auf.

Nach vier Stunden ist der Spuk vorbei. Am nächsten Tag wird weiter umgebaut, als wäre die Arbeit am nächsten Projekt nie unterbrochen worden.