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Ingeborg Strobl, Videos

mumok insider


In Ingeborg Strobls Werk zeigt sich eine Vorliebe für das Randständige, Verborgene, das allzu leicht Übersehene oder Verdrängte, sowie eine damit verknüpfte Abneigung gegen Produktions- und Konsumwahn. Dessen Auswüchse betrachtete sie mit bissiger Ironie und intelligentem Witz. Auch in der Produktion und Vermittlung ihrer filmischen Arbeiten umging die begeisterte Cineastin die Konventionen des Aufwendigen und Exklusiven. Die meisten ihrer Videos sind auf YouTube unter Inga Troger – einem Pseudonym, das die indische Version ihres Vornamens mit dem Mädchennamen ihrer Mutter verknüpft – abrufbar.

In kurzen Episoden, die sie sowohl auf ihren Reisen in ferne Länder wie auch in ihrem lokalen Umfeld beobachtet und filmt, gelingt es Strobl, im Alltäglichen, Privaten und scheinbar Banalen auch Metaphorisches und Gesellschaftliches zum Vorschein zu bringen. Die Kunst besteht hier nicht in der aufwendigen Inszenierung erfundener Geschichten, sondern im Auffinden und in der genauen Beobachtung  ohnehin ablaufender Ereignisse, die von selbst genug Merkwürdiges und Ungewöhnliches beinhalten. Immer wieder fokussiert sich Strobls Blick dabei auf Tiermotive, die etwas über menschliche Verhaltensweisen und gesellschaftliche Entwicklungen verraten.

Rainer Fuchs


 


 



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