Sie sind hier

Filter ein-/ausblenden

Der kürzlich verstorbene Künstler Sam Gilliam (1933–2022) gilt als ein großer Erneuerer der Nachkriegsmalerei in den USA. Er war maßgeblich beeinflusst von der Washington Color School und nahm 1972 an der von Walter Hopps kuratierten Gruppenausstellung im US-amerikanischen Pavillon auf der Venedig-Biennale teil – als erster Schwarzer Künstler, der die USA repräsentierte.

Als wesentlich für seine künstlerische Praxis nennt er ein Gespür für die Bedeutung von Prozessen, von Veränderung, für die Wichtigkeit der Differenz selbst, eine Freiheit, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen und ausgehend von seinen eigenen Ideen zu arbeiten („a sense of the importance of process, of change, of the importance of difference itself, a freedom to take command and work from one’s own ideas“). Der Titel seiner Arbeit Change (1970) aus der mumok Sammlung spielt auf den Umstand an, dass die sogenannten „drape paintings“ von Gilliam, zu denen auch die gezeigte Arbeit zählt, aufgrund ihrer ungerahmten, frei von der Decke hängenden Präsentationsweise immer wieder unterschiedlich wirken, abhängig von den jeweiligen räumlichen Gegebenheiten.

Die Sammlungsausstellung Changes – der Titel bezieht sich auf Gilliams Arbeit und ist bewusst im Plural gehalten – nimmt rezente Sammlungszugänge wie etwa jene von Leidy Churchman, János Fájo, Philipp Fleischmann, Birke Gorm, Jojo Gronostay, Frida Orupabo oder Emily Wardill und teils noch nie im mumok gezeigte Werke in den Fokus und konfrontiert diese mit älteren Beständen, die auf diese Weise neu entdeckt werden können.

Künstler*innen: Monika Baer, Peter Baum, Ştefan Bertalan, Christo, Leidy Churchman, Hanne Darboven, Marcel Duchamp, Don Eddy, János Fajó, Werner Feiersinger, Philipp Fleischmann, Isa Genzken, Sam Gilliam, Domenico Gnoli, Sayre Gomez, Birke Gorm, Julian Göthe, Dan Graham, Renée Green, Jojo Gronostay, Hans Haacke, Maria Hahnenkamp, Candida Höfer, Tess Jaray, Valerie Jaudon, Hildegard Joos, Annette Kelm, Julije Knifer, Jutta Koether, Willi Kopf, Jiří Kovanda, Tetsumi Kudo, Louise Lawler, Carolyn Lazard, Dorit Margreiter, Dóra Maurer, Ulrike Müller, Oswald Oberhuber, Claes Oldenburg, Henrik Olesen, Yoko Ono, Frida Orupabo, Alicia Penalba, Barbara Pflaum, Walter Pichler, Charlotte Posenenske, Josephine Pryde, Florian Pumhösl, Eileen Quinlan, Robert Rauschenberg, Mieko Shiomi, Daniel Spoerri, Sophie Taeuber-Arp, Rosemarie Trockel, Doru Tulcan, Josip Vaništa, Emily Wardill, Lois Weinberger, Lawrence Weiner, Ray Yoshida

Ausstellungsdisplay: Nadim Vardag

Kuratiert von Naoko Kaltschmidt

Veröffentlicht

Dienstag, 06. September 2022

Downloadfiles