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Casting a Shadow

Programmreihe kuratiert von Sabeth Buchmann und Constanze Ruhm


Die aus der Produktionslogik von Theater und Film hervorgehende Praxis des „Castings“ spitzt das Verhältnis von Regie und Schauspiel, von Interpretation und Repräsentation in Bezug auf Fragen nach Macht und Selbstermächtigung, Dominanz und Unterwerfung häufig auch unter sexualisierten Aspekten zu. Im Rahmen des sog. „ludic capitalism“ (Alexander R. Galloway) ist das Casting als Show-Format schon seit längerem nicht bloß ins Privatfernsehen migriert, sondern spielt auch für die Arbeitswelt und die sogenannten sozialen Medien eine entscheidende Rolle: Wie das populäre Genre der Castingshow beispielhaft zeigt, geht es dabei einerseits um einen Wettbewerb der (performativen) „Skills“ und  „Talente“, andererseits um einen öffentlichen Akt der (Selbst-)Bewertung und der Auswahl. Mit Blick auf hierfür relevante Diskurse im Bereich der Spieltheorie, des Behaviorismus und der Kybernetik sollen exemplarische künstlerische und kinematische Arbeiten hinsichtlich der konzeptiven und reflexiven Implikationen des Castings als einem Subgenre der Probe erörtert werden: Verstanden als ein Anschauungsbeispiel für kollektive (Um-)Deutungen normativer Rollenmuster und Leistungsanforderungen, erscheint es zugleich als ein Barometer für das sich verändernde Verhältnis von Realität und Fiktion.


Mittwoch, 25. April 2018, 19:00
Mittwoch, 16. Mai 2018, 19:00
Mittwoch, 13. Juni 2018, 19:00

Vorgestellt von Sabeth Buchmann und Constanze Ruhm


€ 6,– / ermäßigt € 4,50

  • Mit freundlicher Unterstützung