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Ausstellungen 2019


Auch 2019 präsentiert das mumok ein anspruchsvolles und überaus vielfältiges Ausstellungsprogramm. Neben Themenausstellungen und Personalen werden erneut Schätze aus der mumok Sammlung in neue Zusammenhänge gestellt.

Ab 23. Februar steht Pattern and Decoration im Fokus, eine Kunstbewegung, die ab 1975 eine Dekade lang in den USA für Aufsehen sorgte. Pattern and Decoration ist die vielleicht letzte Kunstbewegung des 20. Jahrhunderts – und zugleich die erste, die über die Auseinandersetzung mit unterschiedlichsten dekorativen Traditionen eine tatsächlich globale Perspektive verfolgte. Ihr Programm lautete: was konventionell als „nieder“ eingestuft wurde – die Kunst von Frauen, Kunsthandwerk, Volkskunst und so weiter –, möglichst laut zu feiern. Das mumok zeigt in dieser gemeinsam mit dem Ludwig Forum für Internationale Kunst in Aachen konzipierten Ausstellung zahlreiche Positionen feministisch engagierter Künstler_innen wie Miriam Schapiro, Joyce Kozloff, Valerie Jaudon oder Robert Kushner.

Ab 25. Mai lädt die Ausstellung Vertigo. Op Art und eine Geschichte des Schwindels 1520–1970 dazu ein, in die Welt der Sinnestäuschung und Wahrnehmungsverschiebung, der Raumillusionen und Illusionsräume einzutauchen. Vertigo – der Titel ist nicht von ungefähr dem Hitchcock-Klassiker entlehnt – stellt den vibrierenden Werken der Op-Art-Bewegung der zweiten Hälfte des 20. Jahrhundert ausgewählte Referenzwerke des 16. bis 19. Jahrhunderts gegenüber. (Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Kunstmuseum Stuttgart.)
Das Labyrinth, ein Topos des Manierismus, bestimmt das Ausstellungsdisplay von Vertigo, ist aber auch ein wichtiges Element der parallel dazu stattfindenden umfangreichen Einzelpräsentation, die der österreichischen Künstlerin Dorit Margreiter gewidmet ist. Margreiter verwandelt in ihrer Personale Really! den Ausstellungsraum in eine künstlerische Installation, die Display- und Architekturkomponenten, Filme und Mobiles sowie Fotografien miteinbezieht. Als zentrales Element der Installation fungiert eine neue filmische Arbeit, die aktuell in einem Spiegelkabinett in Wien gedreht wird.

Eine weitere Einzelausstellung widmet sich dem ukrainischen Künstler Nikita Kadan. In seiner Ausstellung Project of Ruins setzt er sich ab 28. Juni mit den gesellschaftspolitischen Entwicklungen im Postkommunismus sowie deren Grundlagen und Ursachen im Sowjetkommunismus auseinander. Zeichnung, Malerei und Fotografie bestimmen dabei ebenso sein Œuvre wie Objekte, Skulpturen und Installationen.

Ab 27. September verschreibt sich das mumok dem Wirken zweier Persönlichkeiten, die für die mumok Sammlung bzw. für die Entwicklung des Museums moderner Kunst von großer Bedeutung waren – Alfred Schmeller und Heimrad Bäcker. Der visionären Tätigkeit Alfred Schmellers als Sammler, Museumsdirektor und Brückenbauer zollt das mumok mit der Ausstellung Das Museum als Unruheherd Tribut. Schmeller, der 1969 nach Werner Hofmann die Leitung des 20er Hauses übernahm, gilt als Frühentdecker der Chicago Imagists und Wegbereiter der musealen Kunstvermittlung.
In der Ausstellung es kann sein dass man uns nicht toeten wird und uns erlauben wird zu leben präsentiert das mumok ebenfalls ab September 2019 Teile des fotografischen Nachlasses des Schriftstellers Heimrad Bäcker. Dieser war 2015 als Schenkung ans mumok ergangen und umfasst ein Konvolut, das mit über 14.000 Einzelobjekten wie Fotografien, Negativen, Notizen, Plänen, Textarbeiten und Fundstücken Zeugnis von einer lebenslangen künstlerischen und (selbst-)kritischen Auseinandersetzung mit dem Holocaust ablegt. 

Bereits zum vierten Mal wird 2019 der Kapsch Contemporary Art Prize verliehen, der mit einem Preisgeld, einer Einzelausstellung, die ab 19. Oktober im mumok zu sehen sein wird, einer Publikation und einem Ankauf eines Werks oder einer Werkgruppe aus der Ausstellung für die mumok Sammlung verbunden ist.

Ab 8. November setzt sich eine Retrospektive mit dem künstlerischen Nachlass der zum Mythos gewordenen US-amerikanischen Künstlerin Eva Hesse auseinander. Die parallel stattfindende Gruppenausstellung The Skin of the Visible World geht dem Umgang mit analogen und digitalen Bildern anhand der Arbeiten von vier internationalen Fotografinnen – Michele Abeles, Annette Kelm, Josephine Pryde und Eileen Quinlan – auf den Grund. Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit den Oberflächen von Fotografien, Produkten und Körpern. Als Schnittstelle von Optik und Objekt lassen diese verführerischen und ambivalenten Oberflächen das Verhältnis von Ästhetik, Imagination und Materie ebenso fragwürdig erscheinen, wie die diesem Verhältnis zu Grunde liegenden Ökonomien.

Mit der Sammlungspräsentation zur Klassischen Moderne erarbeitet das mumok Ende 2019 erneut eine Themenausstellung, die den Bestand vom Expressionismus bis in die 1950er-Jahre einbezieht.

Ausblick 2020: das mumok feiert Andy Warhol mit zwei Ausstellungen
Ab 1. Mai 2020 verschreibt sich das mumok im Rahmen zweier Ausstellungen dem Phänomen Andy Warhol (geb. am 6. August 1928 in Pittsburgh, PA; gest. am 22. Februar 1987 in New York City). Statt der Präsentation altbekannter Klassiker blickt das mumok mit bisher kaum gezeigten Arbeiten hinter die Fassade der weltberühmten Pop-Art-Ikone und entdeckt Warhols Fähigkeit als bahnbrechender Ausstellungskurator und Installationskünstler neu.


Ausstellungsdaten 2019

Pattern and Decoration
Ornament als Versprechen

23. Februar bis 8. September 2019
Pressekonferenz: Donnerstag, 21. Februar 2019, 10 Uhr
Eröffnung: Freitag, 22. Februar 2019, 19 Uhr

Christian Kosmas Mayer
Aeviternity

23. Februar bis 16. Juni 2019
Pressekonferenz: Donnerstag, 21. Februar 2019, 10 Uhr
Eröffnung: Freitag, 22. Februar 2019, 19 Uhr

Vertigo
Op Art und eine Geschichte des Schwindels 1520–1970

25. Mai bis 20. Oktober 2019
Pressekonferenz: Freitag, 24. Mai 2019, 10 Uhr
Eröffnung: Freitag, 24. Mai 2019, 19 Uhr

Dorit Margreiter
Really!

25. Mai bis 6. Oktober 2019
Pressekonferenz: Freitag, 24. Mai 2019, 10 Uhr
Eröffnung: Freitag, 24. Mai 2019, 19 Uhr

Nikita Kadan
Project of Ruins

28. Juni bis 6. Oktober 2019
Pressebegehung: Mittwoch, 26. Juni 2019, 10 Uhr
Eröffnung: Mittwoch, 26. Juni 2019, 19 Uhr

Alfred Schmeller
Das Museum als Unruheherd

27. September 2019 bis 16. Februar 2020
Pressekonferenz: Termin wird noch bekanntgegeben
Eröffnung: Donnerstag, 26. September 2019, 19 Uhr

Heimrad Bäcker
es kann sein dass man uns nicht toeten wird und uns erlauben wird zu leben

27. September 2019 bis 16. Februar 2020
Pressekonferenz: Termin wird noch bekanntgegeben
Eröffnung: Donnerstag, 26. September 2019, 19 Uhr

Kapsch Contemporary Art Prize 2019
19. Oktober 2019 bis 23. Februar 2020
Pressekonferenz: Mittwoch, 17. Oktober 2019, 10 Uhr
Eröffnung: Donnerstag, 18. Oktober, 2019, 19 Uhr

Eva Hesse
Zeichnungen

8. November 2019 bis 16. Februar 2020
Pressekonferenz: Mittwoch, 6. November 2019, 10 Uhr
Eröffnung: Donnerstag, 7. November 2019, 19 Uhr

The Skin of the Visible World
8. November 2019 bis 13. April 2020
Pressekonferenz: Mittwoch, 6. November 2019, 10 Uhr
Eröffnung: Donnerstag, 7. November 2019, 19 Uhr

Klassische Moderne
aus der mumok Sammlung

8. November 2019 bis 13. April 2020
Pressekonferenz: Mittwoch, 6. November 2019, 10 Uhr
Eröffnung: Donnerstag, 7. November 2019, 19 Uhr

 

Veröffentlicht

Montag, 10. Dezember 2018