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Allgemeine Informationen

Jahrespressekonferenz 2015

Mittwoch, 20. Januar 2016

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mumok Direktorin Karola Kraus und Team präsentierten bei der Jahrespresse­konferenz das Programm für 2016

2016 beginnt das mumok sein Ausstellungsjahr mit einem neuen Blick auf den Wiener Aktionismus und setzt diesen in Bezug zu seinen nicht minder radikalen Vorläuferpositionen zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Über den Sommer zeichnet Painting 2.0: Malerei im Informationszeitalter nach, wie sich die Malerei seit den 1960er-Jahren immer wieder erneuert hat. Im Anschluss daran richtet sich der Fokus mit der Retrospektive von Július Koller auf einen Künstler-Künstler. Weiters stehen Präsentationen jüngerer Positionen wie Eloise Hawser und Kathi Hofer oder Pakui Hardware auf dem Programm. Seine Sammlung zeigt das mumok in diesem Jahr in Bezug auf zwei Wegbereiter der Moderne in Wien – Werner Hofmann und Viktor Matejka – und präsentiert ab November 2016 einen Einblick in die großzügigen Schenkungen des Sammlerpaars Gertraud und Dieter Bogner. Erstmalig wird 2016 der Kapsch Contemporary Art Prize im Rahmen der Kapsch Contemporary Art Challenge ausgelobt. Er richtet sich an junge Künstler_innen mit Lebens- und Arbeitsmittelpunkt in Österreich. Im mumok kino wird ein vielfältiges Programm mit thematischen Filmreihen, Einzel- und Neupräsentationen und zahlreichen Kooperationen gezeigt.

Den Auftakt macht eine Doppeleröffnung am 4. März: In der Ausstellung Körper, Psyche und Tabu. Wiener Aktionismus und die frühe Wiener Moderne stehen den Aktionen von Günter Brus, Otto Muehl, Hermann Nitsch und Rudolf Schwarzkogler Arbeiten wichtiger, nicht minder radikaler Vorgänger – von Gustav Klimt über Richard Gerstl, Oskar Kokoschka und Koloman Moser bis zu Anton Romako, Max Oppenheimer und Egon Schiele – gegenüber. Parallel dazu treffen auf der Ebene –2 die Künstlerinnen Eloise Hawser und Kathi Hofer aufeinander. Beide werfen mit der gemeinsamen Ausstellung HAWSER / HOFER einen kritischen Blick auf den Nostalgiebegriff und übersetzen ihn in die Gegenwart. 

Ab 4. Juni stellt die Ausstellung Painting 2.0: Malerei im Informationszeitalter das ungebrochene Interesse an zeitgenössischer Malerei und die stete Expansion digitaler Technologien in einen überraschenden historischen Zusammenhang: Sie zeichnet nach, wie sich bereits seit dem Beginn des Informationszeitalters in den 1960er-Jahren die fortschrittlichsten Ansätze der Malerei in produktiver Reibung mit der Massenkultur und ihren medialen Bedingungen entwickeln. Vom Aufkommen des Fernsehens bis zur sogenannten Internetrevolution ist es der Malerei stets gelungen, jene Mechanismen zu integrieren, die ihren Tod zu bedeuten schienen. Mit über 200 Kunstwerken von mehr als 100 Künstler_innen erzählt Painting 2.0 die Geschichte der Malerei von den 1960er-Jahren bis in die Gegenwart. 

In der ersten institutionellen Einzelausstellung des Künstlerduos Pakui Hardware in Österreich mutiert das mumok zeitgleich zu einem Brutkasten für noch unbekannte (Hybrid-)Wesen der Zukunft. Inspirationsquellen sind Science-Fiction-Filme der 1970er-Jahre. Aber auch ausgehend von der synthetischen Biologie, entwirft Pakui Hardware ein Szenario möglicher neuer Lebewesen und Lebensweisen. 

Ab Sommer beleuchtet das mumok in seiner neuen Sammlungspräsentation Wir Wegbereiter. Pioniere der Nachkriegsmoderne den nachhaltigen Einfluss von Werner Hofmann, dem Gründungsdirektor des Museums des 20. Jahrhunderts (heute mumok), und von Viktor Matejka, dem ersten Nachkriegsstadtrat Wiens, auf die Öffnung des Landes für die moderne und zeitgenössische Kunst. 

Auf Einladung des mumok erarbeiten Gertraud und Dieter Bogner gemeinsam mit mumok Kurator Rainer Fuchs, aus dem Fundus schöpfend, den sie dem Haus seit 2007 überlassen haben, eine Neupräsentation, die den inhaltlichen Anteil der großteils abstrakten und konzeptuellen Werke in den Mittelpunkt rückt. Sie ist ab 25. November unter dem Titel Konstruktion_Reflexion. Werke aus der Sammlung Gertraud und Dieter Bogner im mumok zu sehen. 

Zum Abschluss des Jahres präsentiert das mumok ab 22. Oktober 2016 die/den erste_n Preisträger_in des Kapsch Contemporary Art Prize. Einen Monat später folgt ab 25. November 2016 die bisher umfangreichste Retrospektive des slowakischen Künstlers Július Koller. Sie umfasst sein gesamtes Schaffen seit den frühen 1960er-Jahren. Für dieses Unterfangen haben die drei Kurator_innen Daniel Grúň, Kathrin Rhomberg und Georg Schöllhammer die mit dem Werk eng verwobenen Archivalien erstmals wissenschaftlich aufgearbeitet, wodurch die enorme Dimension seines Œuvre erkennbar wird. 

Ausstellungsdaten 2016 

Körper, Psyche und Tabu. Wiener Aktionismus und die frühe Wiener Moderne
4. März bis 16. Mai 2016
Pressekonferenz: 2. März, 10 Uhr 
Eröffnung: 3. März 2016, 19 Uhr

HAWSER / HOFER
4. März bis 22. Mai 2016
Pressekonferenz: 2. März, 10 Uhr 
Eröffnung: 3. März 2016, 19 Uhr

Sammlungspräsentation: Wir Wegbereiter. Pioniere der Nachkriegsmoderne
12. Mai 2016 bis 26. Februar 2017

Painting 2.0: Malerei im Informationszeitalter
4. Juni bis 6. November 2016
Pressekonferenz: 3. Juni, 11 Uhr 
Eröffnung: 3. Juni 2016, 19 Uhr

Pakui Hardware. Vanilla Eyes
4. Juni bis 9. Oktober 2016
Pressekonferenz: 3. Juni, 11 Uhr 
Eröffnung: 3. Juni 2016, 19 Uhr

Kapsch Contemporary Art Prize 2016
22. Oktober 2016 bis 29. Jänner 2017
Pressekonferenz: 20. Oktober 2016, 11 Uhr

Július Koller 
25. November 2016 bis 17. April 2017
Pressekonferenz: 24. November 2016, 10 Uhr 
Eröffnung: 24. November 2016, 19 Uhr

Konstruktion_Reflexion. Werke aus der Sammlung Gertraud und Dieter Bogner im mumok
25. November 2016 bis 18. April 2017
Pressekonferenz: 24. November 2016, 10 Uhr 
Eröffnung: 24. November 2016, 19 Uhr