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Samstag, 13. Juni 2026, 14 bis 16 Uhr

Tolia Curriculum
Liesl Ujvary und Ann Cotten, Sicher & Gut

Tolia Curriculum | Liesl Ujvary, Sicher & Gut

Tolia Curriculum
Liesl Ujvary und Ann Cotten, Sicher & Gut
Samstag, 13. Juni 2026, 14 bis 16 Uhr

Liesl Ujvary liest Gedichte aus ihrem ersten Buch Sicher & Gut (1977), das in den Worten von Ann Cotten „als Beitrag zur literarischen Komödie der Menschheit, als Satire spezifisch österreichischer Lebensmethodik oder als modernistisch-analytische Deskription düsteren, repressiven Nachkriegslebens“ beschrieben werden kann.

2025 übersetzt Ann Cotten dieses bahnbrechende Debüt ins Englische und macht Ujvarys Werk, das neben Ernst Jandl, Elfriede Jelinek und Friederike Mayröcker die zeitgenössische österreichische Literatur prägte, damit einem internationalen Publikum zugänglich.

Im Anschluss an Ujvarys Lesung spricht Ann Cotten über die Aufgabe der Übersetzung dieser konkreten Gedichte.

Ausgewählte Texte aus Sicher & Gut sind Teil der dreiteiligen Publikation, die in Zusammenarbeit mit dem Designstudio Syndicat die Ausstellung Tolia Astakhishvili, Figure of the Child begleitet.

Liesl Ujvary (geb. 1939 Bratislava, Slowakei) lebt und arbeitet in Wien. Studium der Slawistik, althebräischer Literatur und Kunstgeschichte in Wien und Zürich. Mitte der 1970er-Jahre übersetzte und bearbeitete sie eine Anthologie inoffizieller sowjetischer Dichtung, deren Manuskripte sie aus Moskau schmuggelte. Ihr poetisches Debüt Sicher & Gut (1977, Neuauflage 2017) verbindet konzeptionelle Strenge mit Slapstick und sozialer Satire. Ujvary publiziert poetische Texte, Prosa, Hörspiele und Essays; ihr Werk umfasst experimentelle elektronische Musik und Video. 

Ann Cotten (geb. 1982 in Ames/Iowa) lebt in Berlin, Wien, derzeit in Rom. Cotten debütierte mit dem Band Fremdwörterbuchsonette (Suhrkamp 2007), kürzlich erschienen im Verbrecher Verlag Texte für Aliens. Anomie und Isonomie und bei Suhrkamp Poller. Idyllen. Sie schreibt Lyrik, Essays, übersetzt aus dem Englischen, musiziert, zeichnet und ist in der Redaktion der Theorie-Zeitschrift Triëdere. Zuletzt erhielt Cotten den Rompreis der Deutschen Akademie Villa Massimo und den Christine Lavant-Preis.

Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt. Liesl Ujvarys Lesung erfolgt als Videoanruf. Ann Cotten spricht vor Ort.

 

Tolia Curriculum ist ein von der Künstlerin Tolia Astakhishvili entwickeltes Programm, das sich als tägliche Abfolge von Workshops, Vorträgen, Lesungen, Filmvorführungen und partizipativen Formaten für Kinder und Erwachsene entfaltet. In Vorbereitung auf ihre bisher größte Ausstellung, Figure of the Child, entwickelt Astakhishvili ihre Arbeit vor Ort und macht dabei die Produktions- und Aufbauphase für die Öffentlichkeit zugänglich.

Hier geht es zur Programmübersicht.

Kleine rechteckige Zeichnung auf gealtertem Papier, die ein dichtes Netz aus kartografischen Linien zeigt, in das das Profil eines menschlichen Gesichts eingezeichnet ist. / Small rectangular drawing on aged paper showing a dense network of cartographic lines with the profile of a human face integrated into the map structure.
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Tolia Astakhishvili, Tolia Curriculum, 2026, courtesy of the artist