online casino

online casino

best online casino

Wiener Aktionismus

Der Wiener Aktionismus ist der wesentlichste Beitrag Österreichs zu den internationalen Entwicklungen der Avantgarde, die in den sechziger Jahren den Kunstbegriff erweitert haben. Ähnlich wie im gleichzeitigen Nouveau Réalisme, im Fluxus oder in der amerikanischen Literalist Art führte das Gefühl der Künstler, dass die Bildfläche als letztlich immer illusionistisches Trägermedium nicht mehr tauglich ist, zur direkten Arbeit mit realen Körpern, Gegenständen und Substanzen.

Die Österreichische Kunst der 1950er und 1960er Jahre ist von der Reaktion auf ein restriktives politisches und kulturelles Klima geprägt. Die Wiener Gruppe (Friedrich Achleitner, Konrad Bayer, Gerhard Rühm, Oswald Wiener) setzten ihr Konzept, Sprache als visuelles und akustisches Material zu denken in Collagen, Typogrammen und happeningartigen Veranstaltungen wie den Literarischen Cabarets (1958-59) um und bereiteten so den Boden für die Wiener Aktionisten.

Im Bestreben den Illusionismus des Tafelbildes zu überwinden, gelangten dann Günter Brus, Otto Mühl, Hermann Nitsch und Rudolf Schwarzkogler zu performativen Arbeiten, die eine möglichst unverfälschte Wahrnehmung der Wirklichkeit ermöglichen sollten. Mit ihren Mal- und Materialaktionen, Körperanalysen und Manifesten stellten sie sich gegen Staat und Gesellschaftsordnung.

Neben zahlreichen bedeutenden Werken des Wiener Aktionismus befindet sich im Aktionismusarchiv des mumok auch umfangreiches Dokumentationsmaterial.