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Die Sammlung

Die Sammlung des mumok umfasst rund 9.000 Werke: Gemälde, Skulpturen, Installationen, Zeichnungen, Grafiken, Fotos, Videos, Filme, aber auch Architekturmodelle und Möbel aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sowie Dokumentationsmaterial vor allem zur Kunst der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts.

Die Sammlung ist auch ein Spiegel der relativ kurzen, aber wechselvollen Geschichte des Museums. Erst 1962 als Museum des 20. Jahrhunderts im Schweizergarten eröffnet hat es heute bereits die dritte Adresse und den dritten Namen. 1979 wurde das Museum provisorisch um ein weiteres Gebäude, das barocke Palais Liechtenstein erweitert, da die Sammlung durch die langfristigen Leihgaben des deutschen Sammlerehepaars Peter und Irene Ludwig sowie den Ankauf der Kölner Sammlung Wolfgang Hahn einen starken Zuwachs erfahren hatte. Altes und neues Gebäude firmierten nunmehr unter der gemeinsamen Dachmarke Museum moderner Kunst. 1991, nachdem das Ehepaar Ludwig fast alle ihrer Leihgaben in die Österreichische Ludwig Stiftung eingebracht hatte und so die Werke, darunter Arbeiten von Picasso, Johns, Rauschenberg, Lichtenstein, Oldenburg, Warhol, Richter und Baselitz, um nur einige zu nennen dauerhaft für Österreich und das Museum gesichert waren, wurde der Name zu museum moderner kunst stiftung ludwig wien erweitert. Seit 2001 - nach dem Umzug in den Neubau im Museumsquartier - hat sich die Kurzform mumok etabliert.

So steht dem Sammlungsblock der Klassischen Moderne, der zwar einige echte Spitzenwerke enthält, aber bedingt durch die späte Gründung des Museums nicht sehr umfangreich ist, ein durch den Erwerb der Sammlung Hahn mit ihrer Konzentration auf Nouveau Réalisme und Fluxus, die Dauerleihgaben der Ludwig Stiftung mit ihren Spitzenwerken der Pop-Art sowie die - vor allem in den letzten Jahren erworbene - umfangreiche Sammlung zum Wiener Aktionismus sowohl qualitativ wie auch quantitativ beeindruckender Schwerpunkt von Kunst der 60er Jahre gegenüber.

In den letzten Jahren ist es gelungen, einen weiteren Sammlungsschwerpunkt aufzubauen: Foto-, Video- und Filmarbeiten, die überwiegend im letzten Jahrzehnt entstanden sind.