

Freitag 1./ Samstag 2. Okt., 20.30 Uhr in TQW / Halle G
Tickets: € 18,- (Ermäßigungen und Online-Ticketing auf www.tqw.at)
The History of Sexuality Volume One by Michel Foucault: An Opera ist der erste Teil eines Work-in-Progress, das eine musikalisch-dramatische Form aufgreift, um die Hauptthemen und philosophischen Erkenntnisse eines der bedeutendsten Philosophen des späten zwanzigsten Jahrhunderts zu inszenieren. In dieser Adaptation von Michel Foucaults großem Werk wird der Philosoph einem Studenten, zwei Rivalen und einem Erzfeind begegnen – vielleicht sind sie alle Gespenster. Um die epochale Theorie der Selbstemanzipation, Foucaults einzigartiges Erbe, zu inszenieren, erfordert es nichts Geringeres als eine große Oper. Die Performance entwickelt sich vor dem Hintergrund biographischer Details aus Foucaults Leben wie beispielsweise sein aktivistisches Engagement für die Rechte von Gefangenen und seinen Tod an AIDS.
KONZEPT: Gregg Bordowitz, Paul Chan, REGIE & LIBRETTO: Gregg Bordowitz, DARSTELLER: Siegmar Aigner, Alexander Braunsöhr, Didi Bruckmayr, Mara Mattuschka, Moravia Naranjo, KOSTÜM: Paul Chan, KOSTÜMHERSTELLUNGEN MIT ZUSÄTZLICHEN DESIGNS: Kristine Woods, PRODUKTION: Tanzquartier Wien in Kooperation mit MUMOK. Im Rahmen von Push & Pull – eine gemeinsames Projekt von Tanzquartier Wien und MUMOK.
Samstag 2. Okt., um 18.00 Uhr, TQW / Studios
Fast Trip, Long Drop: Der Filmemacher Gregg Bordowitz wird nach dem Film für Fragen und Antworten zur Verfügung stehen. (Eintritt frei)
Fast Trip, Long Drop (1993, 53 minutes)
Im Frühjahr 1988 wurde der Filmemacher und Aktivist Gregg Bordowitz HIV-positiv getestet. Daraufhin hörte er auf zu trinken und Drogen zu nehmen und outete sich bei seinen Eltern als homosexuell. Die erfindungsreiche autobiographische Dokumentation setzt mit der Untersuchung dieser Ereignisse und des sie umgebenden kulturellen Klimas an. Während der Arbeit am Filmskript wurde bei einer engen Freundin Brustkrebs diagnostiziert, und seine Großeltern kamen bei einem Autounfall ums Leben. Die kumulative Schockwirkung dieser Ereignisse veränderte nicht nur sein Identitätsbewusstsein, sondern auch das Verständnis seiner eigenen Diagnose und der Beziehungen zwischen Krankheit und Geschichte.
Gregg Bordowitz ist Autor, AIDS-Aktivist und Film- und Videomacher. Seine Arbeiten, u.a. Fast Trip, Long Drop (1993) und Habit (2001) sind Dokumente seiner persönlichen Erfahrungen und seines Lebens mit HIV-positiv Diagnose im Kontext einer persönlichen wie globalen Krise. Seine Schriften sind gesammelt in The AIDS Crisis is Ridiculous and Other Writings: 1986-2003. Er ist aktuell Mitglied der Fakultät für Film, Video und Neue Medien an The School of the Art Institute of Chicago.