Max Weiler. Vier Wände

Buchpräsentation 03.04.2008

Auditorium

19.00 Uhr
Eintritt frei

Begrüßung
Edelbert Köb
Zum Werk Max Weilers
Matthias Boeckl

Das Buch Max Weiler 1910-2001. Vier Wände (Four Walls) stellt das Schlüsselwerk des großen österreichischen Künstlers ausführlich vor und ruft die Bedeutung der beiden in der Sammlung vertretenen Werke Über der Baumgrenze, 1976 und Himmelslandschaft, 1977 welche 1992 vom Mumok erworben wurden, in Erinnerung. Anlässlich der Präsentation der soeben erschienen Mumok Publikation werden diese für einen Abend gezeigt und appellieren an eine endgültige Zusammenfügung des gesamten Werkzyklus.

Zum Buch:
Der Bilderzyklus Vier Wände, entstanden 1973 bis 1977, markiert einen Wendepunkt der neueren Kunstgeschichte. Max Weiler (1910-2001) realisierte in den vier großformatigen Bildern das dreidimensionale Modell einer damals wie heute aktuellen spirituellen Beziehung zu einer mehr denn je gefährdeten Natur.
Als einer der größten Bilderzyklen des 20. Jahrhunderts steht er am Beginn eines neuen Kunstbegriffs, der künstlerische Analogien zur natürlichen Schöpfung als Alternative zu den gängigen Reflexen der hochtechnisierten Zivilisation in den Mittelpunkt des Interesses rückt.
Das Buch beschreibt die Genese und den Kontext dieses Schlüsselwerks am Übergang der historischen Moderne in die aktuelle Gegenwart. In Vergleichen mit Weilers bereits in den 1930er Jahren selbst gewählten Vorbildern in der Malerei der alten Chinesen, der Renaissance und der Romantik werden die kunsthistorischen Wurzeln des Bilderzyklus dokumentiert. In Gegenüberstellungen mit relevanten anderen künstlerischen Interpretationen von Natur und Spiritualität von Mark Rothko und Gerhard Richter wird die spezifische Struktur und der Rang der Vier Wände dargestellt. Großformatige Reproduktionen der Bilder sowie eine ausführliche Bild-Text-Chronologie zu Leben und Werk Weilers vermitteln einen anschaulichen Einstieg in eine faszinierende, spirituell geprägte künstlerische Vorstellungswelt jenseits der gängigen Alltagsreflexe in der Kunst.