Michael Fried
Ort: MUMOK Auditorium
Jeweils 19.00 Uhr
Programm
Di, 13. 03.
Jeff Wall, Wittgenstein, and the Everyday
Do, 15.03.
Thomas Struth's Museum Photographs
Fr, 16.03.
To Complete the World of Things': Bernd and Hilla Becher's Typologies
Michael Fried zählt zu den bedeutendsten Kunsthistorikern und -kritikern der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Bekannt wurde er 1967 mit seinem Aufsatz Art and Objecthood, in dem er das Festhalten am autonomen Tafelbild in der modernistischen Kunst gegen die 'theatralischen' Angriffe der Minimal Art zu verteidigen suchte.
In den frühen 1970er Jahren wendet sich Fried den Anfängen der modernen Malerei von den französischen Genrebildern der 1750er Jahre bis zu Courbet, Manet und den Impressionisten zu. Mit seinem in Kürze erscheinenden Buch Why Photography Matters as Art as Never Before, das den Ausgangspunkt für die drei Vorträge im MUMOK bildet, kehrt Fried zur zeitgenössischen Kunst zurück. In der großformatigen Fotografie der letzten drei Jahrzehnte werden, so Fried, bildliche und ontologische Fragestellungen virulent, die er bereits in der Malerei des 18. und 19. Jahrhunderts beobachtet hatte und die im Zuge neo-avantgardistischer Strömungen in den 1960ern einen Krisenpunkt erreichten.
Michael Fried ist Professor für Geisteswissenschaften und Kunstgeschichte an der Johns Hopkins University in Baltimore, USA.


