Abstrakte Malerei im Diskurs?

Podiumsdiskussion 16.02.2006

Ort: MUMOK Auditorium


19.00 Uhr
Eintritt frei

Mit Herbert Brandl, Gunter Damisch, Ulrich Loock, Markus Lüpertz, Markus Mittringer, Adrian Schiess, Walter Vopava Moderation: Edelbert Köb

Abstrakte Malerei ist alles andere als ein eindeutig zu definierendes Phänomen. Ihre Geschichte ist wechselvoll und widersprüchlich bis in die Gegenwart. Hinter der scheinbar nur formal beschreibenden Bedeutung des Begriffes 'Abstraktion' verbergen sich in Wahrheit zeitgebundene kunstideologische Konflikte und Rechtfertigungsversuche. Abstraktion diente seit der Moderne sowohl als Aushängeschild progressiver wie auch konservativer Kunstrichtungen, sie galt sowohl als Merkmal revolutionärer wie auch restaurativer künstlerischer Bestrebungen und vereinigte das konstruiert Rationale ebenso wie das gefühlhaft Intuitive in sich. Dieser bewegten und ambivalenten Geschichte der Abstraktion stehen auch in der Gegenwart vielfältige malerische Positionen gegenüber, zu deren Beschreibung man immer wieder auf diesen schillernden Begriff zurückgreift.

Doch welches Potenzial besitzt die Abstraktion für die heutige Malerei? Welche Konflikte verbergen sich hinter ihr und ihrem Begriff? Und inwiefern fügen die neueren Malereien der 'Abstraktion' auch neue Bedeutungen hinzu? Ein hochkarätig besetztes Podium aus Kunstschaffenden und Theoretikern diskutiert diese Fragen und damit auch die künstlerische und gesellschaftliche Relevanz 'abstrakter Malerei' heute