online casino

online casino

best online casino

Kino der Attraktionen, Reprise

04.04., 19.00 Uhr 

Einführung durch Ivo Blom
Jean Desmet’s Travelling Cinema
Eine Auswahl von frühen Filmen aus der Sammlung des niederländischen Kinobesitzers und Filmverleihers Jean Desmet, kuratiert von Ivo Blom.

Pause

Der Absolute Film, Berlin, 3. Mai 1925

Ludwig Hirschfeld-Mack, Dreiteilige Farbensonatine, 1923-24, 16 min
Hans Richter, Film ist Rhythmus. Rhythmus 21, 1921, 4 min
Viking Eggeling, Symphonie Diagonale, 1921, 8 min
Walther Ruttmann, Lichtspiel Opus II, III und IV, 1921/24/25, 20 min
Fernand Léger, Dudley Murphy, Ballet Méchanique, 1924, 18 min
René Clair, Francis Picabia, Entr’acte, 1924, 20 min
Aus der Sammlung des Österreichischen Filmmuseums.

Tom Gunning hat bekanntlich den frühen Film als ein »Kino der Attraktionen« beschrieben: Bevor die Konventionen des Erzählkinos vollständig ausgebildet waren, war weniger die Narration als vielmehr eine Abfolge verschiedenartiger Spektakel von Bedeutung. Tom Gunning: »Es ist ein Kino, das sich auf eine Qualität gründet, die Léger gefeiert hat: seine Fähigkeit, etwas zu zeigen.« Die Bezugnahme auf Léger stellt eine unmittelbare Verbindung zwischen dem Kino der Attraktionen und der historischen Avantgarde her, die gleichsam deren bewegten Schatten darstellt.
Vor diesem Hintergrund planen wir ein zweigeteiltes Screening: Während der erste Teil aus einem Filmprogramm aus den Jahren 1907-08 besteht, zeigen wir im zweiten Teil die Rekonstruktion einer berühmten Avantgarde-Séance von 1925. Der Absolute Film wurde in Berlin von der Novembergruppe und der UFA gemeinsam organisiert und war von durchaus rätselhaftem Charakter: Wollte diese Séance ein formalistisches Modell des Avantgardefilms - den absoluten Film - etablieren, das gleichzeitig der Filmindustrie als »Forschungs- und Entwicklungszweig « diente, oder hielt sie das populäre Erbe des Kinos der Attraktionen im Kontext dadaistischer Aufführungen hoch?