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Beside the Dream Machine

Filme von Morgan Fisher, Jack Goldstein und David Lamelas 19./20./27./28.10.2005

Beside the Dream Machine versammelt Filme konzeptueller Künstler, die in den 70er Jahren in Los Angeles gearbeitet haben. Morgan Fisher, Jack Goldstein und David Lamelas sind in dieser Zeit - nicht zuletzt durch die unmittelbare Konfrontation mit der Film- und Medienmaschinerie Hollywoods - zu einer Beschäftigung mit neuen Formen des Narrativen und filmischen Verführungsstrategien übergegangen. Ihre Arbeiten zeigen exemplarisch den Wandel von einer Kritik der Darstellungskonventionen in der konzeptuellen Kunst zu einer direkteren Bezugnahme auf den Medienapparat der Kulturindustrie.

Programm

Mi, 19.10. - 19.30 Uhr
Jack Goldstein, Rocking Chair
1972, 16 MM, S/W, TON, 4 MIN, Jack Goldstein im Schaukelstuhl. Er wippt hin und her, steht plötzlich auf und schreitet aus dem Bild

Morgan Fisher, Production Stills
1970, 16 MM, S/W, TON, 11 MIN, in einem einzigen statischen Close-up wird eine Abfolge von Schwarz- Weiß-Polaroids gezeigt, die die äußeren Umstände dieser Produktion dokumentieren

David Lamelas, A Study of the Relationships between Inner and Outer Space
1969, 16 MM, S/W, TON, 20 MIN, David Lamelas erster Film versteht sich als Analyse von architektonischen, infrastrukturellen, urban-medialen und soziologischen Gegebenheiten im Umfeld des Camden Arts Centre in London, für das die Arbeit ursprünglich konzipiert wurde.

Jack Goldstein, A Glass of Milk
1972, 16 MM, S/W, TON, 4 MIN 42 S, ein schwarzer Tisch, auf dem ein volles Glas Milch steht, wird in regelmäßigen Intervallen mit Faustschlägen erschüttert

David Lamelas, To Pour Milk into a Glass
1972, 16 MM, FARBE, TON, 8 MIN, acht Sequenzen, in denen auf unterschiedliche Weise Milch in ein Glas gegossen wird. Dazwischen weiße Leerbilder. Jede der Einstellungen zeigt Lamelas zudem als emblematisches Standbild

Jack Goldstein, Hampstead Heath
1973, 16 MM, FARBE, TON, 8 MIN 54 S, Bilder eines Parks in London samt Naturgeräuschen. Von links und von rechts läuft immer wieder ein Mann ins Bild, woraufhin die Kamera schwenkt, um die Person 'auszublenden'

Morgan Fisher, The Wilkinson Household Fire Alarm
1973, 16 MM, FARBE, TON, 1 MIN 17 S, eine mit statischer Kamera gefilmte Wilkinson-Household-Fire-Alarm- Glocke mit Aufschrift. Nach Auslösen des Alarms dreht sie sich, klingelt und bringt langsam ein Alarmzeichen hervor

Do, 20.10. - 19.30 Uhr
Jack Goldstein

Focus
1972, 16 MM, S/W, TON, 8 MIN 54 S, Goldstein zeigt ein zunächst statisches, beinahe abstraktes Bild, das durch langsames Scharfstellen des Objektivs zunehmend an Kontur gewinnt
Volleyball
1972, 16 MM, S/W, TON, 7 MIN 42 S, ein Ball wird aus dem Bildfeld gekickt, schlägt gegen eine nicht zu sehende Wand, rollt zurück und wird neuerlich hinausbefördert
Jack
1973, 16 MM, FARBE, TON, 11 MIN 24 S, der wiederholte Ruf nach Jack in der Weite der Mojave-Wüste. Die Kamera zeigt zunächst ein Gesicht aus nächster Nähe. Mit jedem Ruf des Mannes entfernt sie sich einen Schritt.
Time
1973, 16 MM, FARBE, TON, 2 MIN 42 S, ein tickender Wecker, dessen Zifferblatt zur Hälfte durch ein Time-Magazin verdeckt wird, beginnt nach einiger Zeit zu rasseln
The Portrait of Père Tanguy
1974, 16 MM, FARBE, TON, 4 MIN A
Ballet Shoe
1975, 16 MM, FARBE, OHNE TON, 19 S
The Chair
1975, 16 MM, FARBE, OHNE TON, 5 MIN
The Knife
1975, 16 MM, FARBE, OHNE TON, 4 MIN
Metro-Goldwyn-Mayer
1975, 16 MM, FARBE, TON, 2 MIN
Shane
1975, 16 MM, FARBE, TON, 3 MIN
Some Butterflies
1975, 16 MM, FARBE, OHNE TON, 30 S
White Dove
1975, 16 MM, FARBE, TON, 20 S
Bone China
1976, 16 MM, FARBE, TON, 2 MIN 30 S
The Jump
1978, 16 MM, FARBE, OHNE TON, 26 S, Morgan Fisher In den von Morgan Fisher als 'Jack Goldstein's Hollywood movies' bezeichneten Filmen werden einzelne Gegenstände oder Figuren in einem fast tiefenlosen, bizarr farbigen Bildraum isoliert. In Verbindung mit weiteren artifiziellen Elementen entsteht dabei der Eindruck äußerster Künstlichkeit und Theatralik

Do, 27.10. - 19.30 Uhr
Director and His Actor Look at Footage Showing Preparations for an Unmade Film
1968, 16 MM, FARBE, TON, 15 MIN. 'Nach einer ersten Aufnahme, die den Regisseur und seinen Schauspieler beim Überprüfen des Projektors und beim Testen des Tons zeigt, sehen sich die beiden vier Teile exakt gegliederten Filmmaterials durch, das vorbereitende Arbeiten zu einem Film dokumentiert, den sie (ganz offensichtlich) nicht realisieren wollen.'(Morgan Fisher)
Picture and Sound Rushes
1973, 16 MM, S/W, TON, 11 MIN. 'In einer statischen Einstellung entwickelt ein an einem Tisch sitzender Sprecher eine Erklärung der Kombinationen und Permutationen, die die Ton- und Bildelemente eines konventionellen monochromatischen Tonlaufbildes erlauben, während der Film selbst diese durchläuft.'(Morgan Fisher)
The Wilkinson Household Fire Alarm
1973, 16 MM, FARBE, TON, 1 MIN 17 S, eine mit statischer Kamera gefilmte Wilkinson-Household-Fire- Alarm-Glocke mit Aufschrift. Nach Auslösen des Alarms dreht sie sich, klingelt und bringt langsam ein Alarmzeichen hervor
Standard Gauge
1984, 16 MM, FARBE, TON, 35 MIN. 'Ein langes Stück 16-mm-Film, viele kurze Stücke 35 mm; Found Footage, nicht durch die Projektion belebt, sondern als Abfolge von Objekten präsentiert; zum Teil eine Autobiografie, zum Teil die Geschichte eines technologischen Produkts und der Institution, die auf diesem Produkt basiert: der kommerziellen Filmindustrie.' (Morgan Fisher)

Fr, 28.10. - 19.30 Uhr
David Lamelas

Cumulative Script
1971, 16 MM, FARBE, OHNE TON, 12 MIN, ein Drama in einem Londoner Park, eine sich steigernde, ausschnitthafte Handlung ohne Schlüsselmomente, die narrative Formen der Informationsentwicklung analysiert und umkehrt
The Desert People
1974, 16 MM, FARBE, TON, 48 MIN. 'Eine Studie über amerikanische Filmproduktion.' (David Lamelas) Der Film beginnt als klassisches Roadmovie: Ein Auto mit fünf Insassen fährt durch die Wüste auf der Suche nach dem Stamm der Papago- Indianer. In der Folge wechselt Lamelas jedoch immer wieder zu Interviews im Dokumentarstil
The Dictator
1976, VIDEO, FARBE, TON, 16 MIN. 'Ich habe viel ferngesehen, und was mich dabei am meisten faszinierte, waren Talkshows, in denen die Leute mit dem Gestus der Wahrhaftigkeit sprechen. Daher habe ich die Talkshow The Newsmakershow erfunden, eine Parodie des amerikanischen Fernsehens, das gelegentlich versucht, politische Themen zu verhandeln, und sie dabei zum Spektakel werden lässt.' (David Lamelas)
The Hand
1976, VIDEO, FARBE, TON, 35 MIN, eine weitere Folge der Newsmakershow. Wir erleben eine Talkshow mit einem Rockstar, dessen Verbleib während der letzten zehn Jahre unklar ist, in dessen Gepäck Unmengen an Waffen gefunden wurden und der gleichzeitig beteuert, lediglich mit harmlosen Liedern an die Gefühle der Menschen zu appellieren