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Dokumentarismen

Filme und Videos 04.03.-14.03.2003

Programm

Harun Farocki
Nicht löschbares Feuer
(D 1969, 16mm, s/w, 25 Min.)
Dienstag, 4. März, 19.00 Uhr
'Der wichtigste Agitprop-Film der Vietnam-Bewegung. Ein Traktat über Napalm-Produktion, Arbeitsteilung und fremdbestimmtes Bewusstsein von brechtischer Kargheit, lehrhaft im Stil, schneidend in der Diktion.' (Klaus Kreimeier)

Ein Bild
(D 1983, 16mm, Farbe, 25 Min.)
Dienstag, 4. März, 19.00 Uhr
Das nackte Mädchen auf der Titelseite der Zeitschrift 'Playboy' als Zentrum eines kommerziellen Universums.

Zwischen zwei Kriegen (D 1978, 16mm, s/w, 83 Min.)
Dienstag, 4. März, 20.00 Uhr
'Der Essay des Berliner Filmemachers Harun Farocki über die Schwerindustrie und das Gichtgas überzeugt durch kühle Abstraktion, durch die monomanische Besessenheit des Autors, der an Hand eines einzigen Beispiels den selbstzerstörerischen Charakter der kapitalistischen Gesellschaft zu beleben versucht.' (Hans C. Blumenberg)

Bilder der Welt und Inschrift des Krieges (D 1988, 16mm, Farbe und s/w, 75 Min.)
Mittwoch, 5. März, 19.00 Uhr
Sieht man nur, was man weiß - bzw. was man sehen will? Ausgangspunkt sind Luftaufnahmen, welche die Alliierten 1944 von den IG-Farben-Werken zum Zweck der Bombardierung machten und auf denen auch das KZ Auschwitz abgebildet war, ohne weiters Beachtung zu finden.

Leben - BRD (D 1990, 16mm, Farbe, 83 Min.)
Mittwoch, 5. März, 20.30 Uhr
Schulungen für den 'Ernstfall': vom Geburtsvorbereitungskurs bis zu militärischen Übungen.

Auge/Maschine (D 2001, Video, Farbe, 25 Min.)
Donnerstag, 6. März, 19.00 Uhr
Wie finden militärische Bildtechnologien Eingang in das zivile Leben? Die Bilderpolitik des Golfkriegs 1991 als Grundlage für eine neue, elektronische Kriegsführung.

Videogramme einer Revolution (mit Andrei Ujica) (D 1992, Video überspielt auf 16mm, Farbe, 106 Min.)
Donnerstag, 6. März, 19.00 Uhr
Der Film als Ort von Geschichte zeigt Bilder der Revolution in Rumänien 1989, deren Verlauf nahezu lückenlos von den Kameras eines besetzten TV-Senders begleitet wurde.

Stilleben (D 1997, 16mm, Farbe, 58 Min.)
Freitag, 7. März, 19.00 Uhr
Die Werbeindustrie und ihre Produkt-Arrangements.

Worte und Spiele (D 1998, Video, Farbe, 69 Min.)
Freitag, 7. März, 19.00 Uhr
Ein Blick hinter die Kulissen von Talk- und Game-Shows und deren Funktion als 'Träumereien-Fabriken'.

Gefängnisbilder (D 2000, Video und s/w, 60 Min.)
Freitag, 7. März, 21.15 Uhr
Bilder von der 'Zurichtung von Menschen zu Gefangenen'. (Eckart Lottmann)

Klub Zwei
Klub Zwei, Will kommen in Wien (A 1992, VHS, Farbe, 7 Min.)
Dienstag, 11. März, 19.30 Uhr
Ein kritischer Kommentar zur Flüchtlings- und Einwanderungspolitik, festgemacht an den (auch) wirtschaftspolitisch motivierten Ein- bzw. Ausschlussmechanismen von nach Österreich Einreisenden.

Robin Curtis
Nachlass (CAN/D 1992, 16mm, Farbe, 8 Min.)
Dienstag, 11. März, 19.30 Uhr
Alltagsgegenstände der Großmutter fungieren als Träger der Erinnerung, die in das Land, das diese viele Jahre zuvor verlassen hat, zurückreicht. Ähnlich sorgsam wurde auch die Sprache bewahrt, die sie zuerst sprechen lernte. Versuche, Vergessen und Verlust im Migrationsprozess entgegenzuwirken.

Angela Melitopoulos
Passing Drama (D 1999, Beta SP, Farbe und s/w, 66 Min.)
Dienstag, 11. März, 19.30 Uhr
'Die Flucht als Motiv der Erzählung wird in ‚Passing Drama’ zu einem filmischen Thema über Erzählung und Gedächtnis selbst. Historie erscheint als eine Maschinerie, die für das Wohl einer unsichtbaren Mehrheit Minderheiten verschlingt' (A. M.).

Susanne Ofteringer
Die Entscheider (D 1992, 16mm überspielt auf Beta SP, s/w, 22 Min.)
Mittwoch, 12. März, 19.30 Uhr
Zwei 'EinzelentscheiderInnen' beim Bundesamt für die 'Anerkennung ausländischer Flüchtlinge' berichten über ihren Büroalltag: Aufenthaltsbewilligung und Abschiebung als administrative Angelegenheit.

dogfilm
Juristische Körper (D 1995, Beta SP, Farbe, 50 Min.)
Mittwoch, 12. März, 19.30 Uhr
Die 'Verkörperung’ politisch festgelegter Grenzen wird beim Versuch realen Grenzübertritts evident - der Reisepass, welcher vorgibt, Identität zu veranschaulichen, de facto aber vor allem Identifikation ermöglicht, kann die Balken öffnen oder eben nicht: die Macht der Klassifizierungsmittel.

wr
Limes Bio-Border/Park/Spektakel (A 2000/01, Beta SP, Farbe, 23 Min.)
Donnerstag, 13. März, 19.30 Uhr
Die Landschaft im Grenzgebiet des burgenländischen Seewinkel als 'politische Landschaft' (M. Warnke), deren nationaler Charakter im wahrsten Sinne des Wortes begrenzt ist, solange nämlich bis 'die Festung Europa die imperiale Demarkationslinie ein Stück weiter nach Osten verschiebt'. (wr)

Hito Steyerl
Die leere Mitte (D 1998, 16mm überspielt auf Beta SP, Farbe und s/w, 62 Min.)
Donnerstag, 13. März, 19.30 Uhr
'Nach dem Fall der Berliner Mauer wird das Ruinenfeld zwischen den Mauern, der arische Schrotthaufen des Dritten Reiches, das Zentrum kolonialer Macht zur Planung freigegeben'. (H. St.) Symbolische Topographie in Geschichte und Gegenwart dieses hauptstädtischen Zentrums, das seine momentane Bestimmung als Ort internationaler Großkonzerne gefunden zu haben scheint.

Carola Dertnig
A room with a view in the financial district (A 2001/02, VHS, Farbe, 5 Min.)
Donnerstag, 13. März, 19.30 Uhr
Verlassene Büros inmitten des World Trade Centers zeigen die Leerstellen im Betrieb eines Gebäudes und im Getriebe des Kapitalismus.

Klub Zwei
Schwarz auf Weiss. Die Rückseite der Bilder (A 2001, DVD, s/w, 5 Min.)
Freitag, 14. März, 19.30 Uhr
Die Leiterin des Foto-Archivs der Wiener Library in London spricht über Fotos aus dem Archiv, die für die ZuschauerInnen nicht zu sehen sind. Vieles wird veranschaulicht, indem es unsichtbar bleibt.

Bei uns in Wien (A 2000, DVD, Farbe, 6 Min.)
Freitag, 14. März, 19.30 Uhr
'Zentrales Thema ist die Erfahrung von Vertreibung, Emigration und Holocaust - eine Erfahrung, die von Generation zu Generation weitergegeben wird und im Leben junger jüdischer Frauen bis heute nachwirkt'. (Klub Zwei)

Hito Steyerl
Normalitäten 1-7 (D 2001, Beta SP, Farbe, 23 Min.)
Freitag, 14. März, 19.30 Uhr
Eine Reihe kurzer Dokumentarfilme konfrontieren mit Antisemitismus und Rassismen in Österreich und Deutschland, die offenbar für 'normal’ gehalten werden.

Rahim Shirmahd
18 Minuten Zivilcourage (D 1988/89, 16mm, s/w, 20 Min.)
Freitag, 14. März, 19.30 Uhr
Im August 1987 wird der iranische Flüchtling Kiomars Javadi von den Angestellten eines Tübinger Supermarkts während 18 Minuten zu Tode gewürgt - vor den Augen und ohne Eingreifen der anwesenden KundInnen.