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Runa Islam

Empty the pond to get the fish 09.05.-13.07.2008

Eröffnung: 08.05.2008-19.00 Uhr

Runa Islam, die 1970 in Bangladesch geboren wurde und heute in London lebt, reflektiert in ihren Projektionen und Installationen die Ästhetik und den Illusionscharakter des Mediums Film. In ihrer Factory Ausstellung zeigt die Künstlerin neben zwei in den letzten Jahren entstandenen 16-mm-Arbeiten die soeben gemeinsam mit dem Mumok produzierte 35-mm-Filminstallation Empty the pond to get the fish.

Mit dieser neuen Arbeit knüpft Islam an ihre vorangegangene Beschäftigung mit dem filmischen Apparat an und rückt das Verhältnis von sprachlicher und visueller Wahrnehmung in den Mittelpunkt der Auseinandersetzung. Die Künstlerin „schreibt“ in diesem Film mit der Kamera, das heißt, sie bewegt eine 35-mm-Kamera wie einen Stift, dessen Verlauf Buchstaben und Wörter ergibt. Die Bewegung der Kamera führt dabei zu einer widersprüchlichen Wahrnehmung der Räume, Objekte und Handlungen vor dem Aufzeichnungsgerät, die nur ausschnitthaft wiedergegeben werden und von denen nur zu sehen ist, was durch „die Sprache des Films“ in Erscheinung tritt. Gedreht wurde Runa Islams neues Filmprojekt im ehemaligen Museum des 20. Jahrhunderts - einer modernen Glas- beziehungsweise Lichtarchitektur mit filmischen Bezügen, die der Präsentation bildender Kunst diente und gleichzeitig mit einem Kino ausgestattet war.

Ebenso wie Runa Islams neue Filminstallation thematisieren ihre 16-mm-Projektionen Be The First To See What You See As You See It (2004) sowie First Day of Spring (2005) die Grundlagen des Films und lenken die Aufmerksamkeit der BeobachterInnen auf ein komplexes Zusammenspiel von formalen Elementen und gesellschaftlichen Inhalten. Analytik und Sinnlichkeit werden dabei in vielfacher Weise verschränkt. Die Werke Runa Islams veranschaulichen die visuelle Kraft, die Konstruktion und die gesellschaftliche Bedeutung des filmischen Bildes. Sie fordern die Wahrnehmung heraus und machen dabei nicht zuletzt den Akt der Betrachtung mitsamt seinen psychologischen Grundlagen selbst zum Gegenstand der Auseinandersetzung.

Kurator
Matthias Michalka