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Bad Painting - good art

06.06.-12.10.2008

Eröffnung: 05.06.2008-19.00 Uhr

In einer aufsehenerregenden Ausstellung richtet das MUMOK den Blick auf das bislang zu wenig beachtete Phänomen des Bad Painting. Gezeigt werden 21 malerische Positionen, deren 'Badness' - dem breiten Bedeutungsspektrum des Begriffs entsprechend - sich in verschiedenen Strategien eines schlechten, hässlichen oder bösen Malens manifestiert und dabei Elemente der Ironie, des Protests, des Trash, des Kitsches und des Schocks enthält. Bad Painters kritisieren die Malerei von Innen heraus und eröffnen ihr dadurch neue Möglichkeiten. Bereits in den 1920er Jahren wenden sich Francis Picabia und Giorgio de Chirico, sowie später auch René Magritte in Phasen ihres Schaffens mittels Stilpluralismus und Stilmischung gegen den Fortschrittsglauben der herrschenden Avantgarden. Asger Jorn übermalt im Geist des Situationismus auf Trödelmärkten gekaufte Bilder und formuliert damit eine Kritik am passiven Kulturkonsum. Auch Georg Baselitz setzt Anfang der Sechzigerjahre Bad Painting als Proteststrategie ein: 'Mit Mist, mit Schlamm, mit Unfarben, mit SchwarzWeiß' will er 'wirklich schlechte Bilder machen' und 'mit Aggression und mit heftigem Widerspruch' etwas 'gegen die schönen Dinge setzen.' In den 1980er-Jahren erlebt Bad Painting eine Hochphase: Albert Oehlen, Martin Kippenberger oder Werner Büttner betreiben eine radikale Befragung des Mediums und seiner Wirkungsmöglichkeiten. Sie ziehen dabei nicht zuletzt gegen die oft allzu einfache 'gute Malerei' zu Felde, die damals allerorts boomt. Auch die Weigerung des Amerikaners Julian Schnabel, sich auf einen Stil festzulegen, entspringt dem Geist der Ablehnung jeglicher Regeln und Verbindlichkeiten. Die Ausstellung führt bis zu aktuellen Positionen wie jenen von John Currin oder Lisa Yuskavage. Diese attackieren den amerikanischen Wertekanon von 'gutem Geschmack' und Schönheit in einer Weise, die als 'schockierend', 'sensationalistisch' und 'politically incorrect' beschimpft wurde. Dabei greifen sie unter anderem auf Malweisen alter Meister zurück.

Kuratoren
Eva Badura-Triska, Susanne Neuburger