online casino

online casino

best online casino

Review

25 Jahre Österreichische Ludwig Stiftung 04.08.-26.11.2006

Eröffnung: 03.08.2006-19.00 Uhr

Dem beispiellosen Mäzenatentum des Industriellen- und Sammlerehepaars Irene und Peter Ludwig ist es zu danken, dass das MUMOK Österreichs wichtigstes Museum für moderne und zeitgenössische Kunst mit einer auch im internationalen Vergleich bedeutenden Sammlung ist.

Review zeigt anlässlich des 25 jährigen Bestehens der Österreichischen Ludwig Stiftung je 5 repräsentative Beispiele aus den beiden Schenkungsblöcken, sowie 25 exemplarische Beispiele der bisher erfolgten jährlichen Ankäufe. Der Bestand der Stiftung, der sich als Leihgabe im MUMOK befindet, umfasst heute mehr als 400 Inventarnummern und enthält viele der Signalwerke des Museums, wie diese Präsentation einmal mehr eindrucksvoll zeigt. Die Ankäufe reichen von der Klassischen Moderne — Wassily Kandinsky, Paul Klee, Frantisek Kupka — über die Kunst der 1960er und 70er Jahre - James Turrell, Alighiero Boetti oder Michelangelo Pistoletto — bis in die unmittelbare Gegenwart — etwa Jeff Wall, Antony Gormley, Alfredo Jaar.

Anlässlich einer Ausstellung von Werken der Sammlung Ludwig im Wiener Künstlerhaus im Jahr 1977 wurde zwischen dem Ehepaar Ludwig und der damals zuständigen Ministerin Hertha Firnberg vereinbart, dass rund 1oo bedeutende Werke internationaler Gegenwartkunst zunächst für zehn Jahre nach Wien geliehen werden. Zusammen mit den Beständen des Museum des 20. Jahrhunderts sollten sie in einem erweiterten Museum moderner Kunst gezeigt werden. Als 1979 dann dieses Museum im Palais Liechtenstein eröffnet wurde, hatte sich die Anzahl der Leihgaben fast verdoppelt.

Am 19. Jänner 1981 wurde dann der Vertrag zur Gründung der Österreichischen Ludwig Stiftung für Kunst und Wissenschaft vom Ehepaar Ludwig und den zuständigen Vertretern der Republik Österreich unterschrieben. 130 ihrer Leihgaben, darunter finden sich bedeutende Werke von Jasper Johns, Robert Rauschenberg, Joseph Beuys, Gerhard Richter und Georg Baselitz, wurden vom Ehepaar Ludwig in die Österreichischen Ludwig Stiftung eingebracht und so dauerhaft für das Museum Moderner Kunst gesichert. Als Gegenleistung verpflichtete sich die Republik Österreich, 15 Jahre lang jährlich € 1.27 Millionen — wertgesichert — in die Stiftung einzuzahlen, wovon ein Teil angespart und der andere für Ankäufe moderner und zeitgenössischer Kunst verwendet wird. 1991 kam es zu einer Verlängerung des Stiftungsvertrages. Weitere 100 Werke, darunter Arbeiten von Pablo Picasso, Chuck Close, Roy Lichtenstein, Cy Twombly, Claes Oldenburg und Robert Motherwell wurden von den Kunstmäzenen Ludwig gestiftet und die Republik Österreich verlängerte die Zahlungsbereitschaft um weitere 15 Jahre. In diesem Zusammenhang wurde auch der Name des Museum Moderner Kunst durch den Zusatz Stiftung Ludwig Wien erweitert.

Das Engagement von Irene und Peter Ludwig, die von ihnen mitinitiierte Gründung der Österreichischen Ludwig Stiftung und ihre Donationen, sowie die bisher erfolgten Stiftungsankäufe haben die Sammlungen des MUMOK bis heute entscheidend geprägt und sind mitbestimmend für ihren Umfang und ihre Qualität.

Kurator
Wolfgang Drechsler

Kunstvermittlung mit Multimedia Guide
Erstmals im MUMOK wird zu der Ausstellung ein interaktiver Multimedia Guide zu Verfügung stehen. Speziell auf die Bedürfnisse des MUMOK hin weiterentwickelt, ist der NOUS Guide eine der international modernsten Formen eines elektronischen Ausstellungsführers. In einer Kombination von Bildern, Musik, originalen Tondokumenten, Hörtexten und Videos können die Besucher gezielt Informationen vor Objekten abrufen. Auf einer weiteren Ebene kann nach Bedarf auf vertiefende Informationen zugegriffen werden, womit individuell ein besseres Verständnis der Kunst der Gegenwart gefördert wird. Der Guide ist für diese Ausstellung in deutscher und englischer Sprache programmiert und kann zum Preis von € 2,- an der Kassa entliehen werden.