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We Are a Parasite on the Institution of Cinema, an Institution of Parasites

Erstes Filmfestival von Studio for Propositional Cinema im Rahmen der Vienna Art Week 2015

Donnerstag, 29. Oktober 2015

Das in Düsseldorf ansässige Kollektiv Studio for Propositional Cinema veranstaltet das Filmfestival We Are a Parasite on the Institution of Cinema, an Institution of Parasites im mumok kino. Statt einer Abfolge von Filmvorführungen in der dunklen Kammer, lädt das Festival mit vielfältigen Projekten zu neuen Lesarten der Kunstform Film ein. Das von Heimo Zobernig mit dem Architekten Michael Walraff gestaltete mumok kino ist Mittelpunkt des dreitägigen Festivals und soll ebenso wie die thematischen Überbegriffe „Film“ und „Kino“ in seinen potenziellen Funktionen einer alternativen Rezeptionsweise unterzogen werden. Auf Einladung des Studio for Propositional Cinema stellt Regisseur Jan Bonny (zuletzt Borowski und die große Stille, 2015) den Film Single (2015) vor, der in Zusammenarbeit mit Alex Wissel entstanden ist und im Rahmen des Festivals uraufgeführt wird. Die Schauspielerin Sibel Kekilli ist als eine der Hauptdarstellerinnen in Single zu sehen.

Studio for Propositional Cinema ist überzeugt, „dass durch die Auflösung der sprachlichen Gepflogenheiten in der Kinematographie neue Möglichkeiten vor allem in jenen Räumen entstehen, wo Sprache aufhört zu funktionieren.“ Die Präsentationen umfassen Performances des amerikanischen Künstlers/Filmemachers Peter Miller, des Duos Calla Henkel und Max Pitegoff, die mit Ihrer Performance vor kurzem das Whitney Museum of American Art bespielten, Henning Fehr und Philipp Rühr sowie des Kollektivs Feminist Land Art Retreat; weiters ein Schauspiel in Form einer skulpturalen Installation der Künstlerin Sarah Kürten sowie ein Theaterstück von Keren Cytter; frühe Kurzfilme von Christopher Williams und die Uraufführung von Jan Bonnys und Alex Wissels Film Single (2015) über den Single Club, Wissels bereits legendären Düsseldorfer Nachtclub als Sozialskulptur. Im Rahmen des Filmfestivals werden Plakate von Christopher Williams aus der mumok Editionsreihe erstmals im mumok erhältlich sein.

Studio for Propositional Cinema, 2013 mit einem öffentlichen Handlungsaufruf gegründet, versucht über Sprache, Aktionen, Sounds und Bilder, durch Produktionen, Publikationen und Ausstellungen Kultur zu rekonfigurieren: weg von einem Geflecht ideologischer Formationen, hin zu einem Dialog hypothetischer Gesten.

Eine von Petra Hollenbach gestaltete und von A.P.E. Art Projects Era herausgegebene Publikation begleitet das Festival.