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Symposium

FEMINISTISCHE AVANTGARDE der 1970er-Jahre

Mittwoch, 08. März 2017

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Anlässlich der Ausstellung WOMAN. FEMINISTISCHE AVANTGARDE der 1970er-Jahre aus der SAMMLUNG VERBUND richten das mumok und die SAMMLUNG VERBUND am Samstag, 6. Mai 2017, ab 14 Uhr ein Symposium mit 15 der in der Ausstellung vertretenen Künstlerinnen aus. Die Künstlerinnen aus den USA, Kanada und Europa zählten in den 1970er-Jahren zu den provokantesten Stimmen der zeitgenössischen Kunst und haben bis heute nachwirkende, gesellschaftskritische Kunstwerke geschaffen.

In den 1970er-Jahren haben diese Künstlerinnen in der Geschichte der Kunst erstmals kollektiv ein neues Bild der Frau kreiert. Sie emanzipierten sich von der Rolle als Muse und Modell, das heißt, sie emanzipierten sich von ihrem Objektstatus hin zum selbstbestimmten Subjekt, das aktiv an gesellschaftspolitischen Prozessen teilnimmt. Die stereotype Zuweisung der Rolle der Frau als Mutter, Haus- und Ehefrau wurde mit Ironie radikal hinterfragt. Zentrale Anliegen waren: die Entdeckung der weiblichen Sexualität, der Einsatz des eigenen Körpers, das Aufbrechen stereotyper Frauenbilder, das Diktat der Schönheit zu hinterfragen sowie ein Bewusstsein für Gewalt gegen Frauen zu schaffen. Die Ablehnung tradierter, normativer Vorstellungen davon wie eine Frau zu leben hat, verbindet das Engagement der Künstlerinnen dieser Generation.

In das Symposium führt Gabriele Schor, Gründungsdirektorin der SAMMLUNG VERBUND, mit ihrem Vortrag Warum ist es wichtig, die feministische Kunstbewegung der 1970er-Jahre eine ‚Avantgarde’ zu nennen? ein. Schor prägte den Begriff „Feministische Avantgarde“, um die Pionierleistung dieser Künstlerinnen hervorzuheben. Es folgen drei Diskussionsrunden mit zahlreichen Künstlerinnen der Ausstellung, die jeweils von mumok Kuratorin Eva Badura-Triska, von Camille Morineau, Direktorin Monnaie de Paris und Präsidentin AWARE: Archives of Women Artists, Research and Exhibitions sowie Gabriele Schor moderiert werden.

Das Symposium bietet die einmalige Gelegenheit, prägende Künstlerinnen aus neun Nationen über die Situation der Frau in den 1970er-Jahren, die feministische Bewegung, ihren persönlichen Zugang wie ihre Erfahrungen und ihre Kunst sprechen zu hören. 

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